Netzwerktagung in Drzonków: Eine Brücke zu Europa geschlagen

Drzonków. Das Netzwerk mit seinen Partnern als Brücke zu Europa – das war die Quintessenz einer zweitägigen Arbeitstagung des Europäischen Netzwerkes der Akademien des Sports im polnischen Drzonków, einem Stadtteil von Zielona Góra (140.000 Einwohner), nördlich von Niederschlesien und gut 100 Kilometer östlich von Cottbus gelegen. Gastgeber war das Sportzentrum WOSiR Drzonków, geführt von Direktor Bogusław Sułkowski.

drzonkow-logoManfred Wothe, Geschäftsführer der Europäischen Sportakademie Land Brandenburg, unterstrich zu Beginn vor sportpolitischen Gästen aus der Region: „Wir haben seit Langem Kontakte zu Polen und zur Region und fühlen uns als Brücke zu Europa. Wir möchten die enge Zusammenarbeit fortsetzen, dazu verpflichten uns schon die 243 Kilometer gemeinsame Grenze zwischen Brandenburg und Polen. Unsere Schwerpunktthemen sind Bildung, Gesundheit und Sport.“

Kooperation ist „politisch ein ganz wichtiger Schritt“

Netzwerksprecher Reinhardt te Uhle bekräftigte: „Das Netzwerk wurde 1999, vor 17 Jahren, gegründet. Darin vertreten sind heute immerhin 18 Partner aus acht Nationen. Durch die Zusammenarbeit, speziell mit der ESAB Land Brandenburg und WOSiR Drzonków, ist politisch ein ganz wichtiger Schritt getätigt worden. Die Vielzahl der Projekte ist ein Grundstein, dass der Sport in diesem Raum eine immer größere Bedeutung gewinnt. Es gibt viele gemeinsame Maßnahmen wie Sport mit Senioren, Breiten- und Erholungssport, und wir freuen uns, dass auch das Gesundheitsprojekt ,Gesunde Kinder in gesunden Kommunen’ hier umgesetzt werden soll.“ Als sichtbares Zeichen der Freundschaft überreichte te Uhle WOSiR-Direktor Bogusław Sułkowski eine Urkunde zum 40-jährigen Bestehen des Sportzentrums, das bereits im Frühjahr gefeiert worden war. Te Uhle: „Wir wollen die Partnerschaften mit Leben erfüllen, und jeder Partner hat bisher einen Mehrwert aus der Zusammenarbeit mit dem Netzwerk gefunden.“

Meeting im Sportzentrum WOSiR Drzonków: Netzwerker und sportpolitische Gäste. Fotos: Horst Andresen

Meeting im Sportzentrum WOSiR Drzonków: Netzwerker und sportpolitische Gäste. Fotos: Horst Andresen

40 Jahre WOSiR Drzonków

Bogusław Sułkowski stellte die Region Lubuskie Wojewodschaft mit einer Million Einwohnern, über 500 Seen, Nationalpark vor sowie das Woodstock-Festival an der Oder, das jeweils eine halbe Million Fans anzieht.

Zum Sportzentrum – für 15 Millionen Euro komplett modernisiert – gehören 40 Hektar Fläche, von denen 15 Hektar bebaut sind. Sieben Jahre lang wurde modernisiert und neu gebaut. Drzonkow liege direkt im Zentrum Europas mit sehr gutem Zugang über Autobahnen und Flughäfen. Bogusław Sułkowski: „Wir sind vergleichbar mit Olympiastützpunkten in Deutschland. Wir haben 14 unterschiedliche Sportarten bei uns beheimatet, ein Schwimmbecken mit zehn Bahnen à 50 Meter, Tennishalle mit vier überdachten Plätzen, Tischtennis, Volleyball, Kampfsportarten und eine Schießsporthalle mit 26 Schießständen. Der Parcours für Modernen Fünfkampf zählt zu den modernsten in Europa. Sie entstand in Kooperation mit Brandenburg und dem Lebuser Land.“

Im Behindertensport gab es jüngst zwei olympische Bronzemedaillen bei den Paralympics in Brasilien im Tischtennis. Zum WOSiR gehören Sauna, Salzgrotte, Sauna, Konferenzsäle. Ein Hotel verfügt über 206 Übernachtungsplätze. Das Olympiahotel mit 50 Plätzen ist komplett ausgerichtet für Menschen mit Handicap und für Sehbehinderte geeignet. Die Region habe sich der Bevölkerung geöffnet und versucht, die Menschen für Sport zu begeistern und durch viele Angebote ins Sportzentrum hineinzuholen.

Konkrete Ergebnisse deutsch-polnischer Zusammenarbeit

Netzwerktreffen in Drzonkow im Jahr des 40-jährigen Bestehens: Bogusław Sułkowski (Mitte) mit Gästen aus Sport und Politik.

Netzwerktreffen in Drzonkow im Jahr des 40-jährigen Bestehens: Bogusław Sułkowski (Mitte mit Urkunde) mit Gästen aus Sport und Politik, von links Arkadiusz Zagrodnik, Jacek Pilawa, Paweł Rańda und Sławomir Kulczyński.

Bogusław Sułkowski: „Die Bildungsarbeit in Kooperation mit dem Bildungswerk Sachsen des Landessportbundes ist ein gutes Beispiel für konkrete Ergebnisse der deutsch-polnischen Zusammenarbeit.“

Arkadiusz Zagrodnik, Geschäftsführer der Sportföderation Niederschlesien, freute sich über das internationale Netzwerktreffen in Drzonków: „Wir sind fünftgrößte Wojwodschaft. Als Sportföderation realisieren wir den Sport für Kinder und Jugendliche als Selbstverwaltung. Wir tauschen uns auch mit Sportorganisationen aus Sachsen aus. Die Strukturen unterscheiden sich jedoch wesentlich, in bestimmten Themen ist es schwierig, doch wir wollen uns weiter austauschen, jetzt auch aktuell mit dem Bildungswerk Sachsen. Unsere Zusammenarbeit beruht auch auf den Zuwendungen des Marschallamtes, der Regierung des Landes. Wir haben eine gute Unterstützung bezüglich der internationalen Zusammenarbeit.“

Pawel Randa, Direktor des Departments für Gesundheit und öffentlichkeitwirksame Maßnahmen der Landesregierung Niederschlesien mit Sitz in Wrocław (Breslau), Wojewodschaft Dolnośląskie: „Wir haben 120 000 Studenten in Breslau, der Hauptstadt der Wojewodschaft mit 630.000 Einwohnern. Duale Karriere wie in Brandenburg: Das wäre sofort auch für uns ein Thema. Gesamtpolnische Programme haben ihre Basis bei uns gefunden, zum Beispiel eines für kleine Kinder. Für die Leichtathleten wurden 42 Plätze gebaut. Jetzt bauen wir in einem Modellprojekt kleine Schwimmhallen für Kitas und Schüler. Die Kosten für die Schwimmhalle betragen 1,3 Millionen Euro, Unterhaltungskosten 100.000 Euro pro Jahr. Es gibt bei uns viele Möglichkeiten, und wir sind offen für Neues und möchten weiter lernen. Im Juli 2017 sind wir Ausrichter der Worldgames, den Spielen für nichtolympische Sportarten.“

Über den Sport Freundschaften geknüpft

Jacek Pilawa, Abgeordneter im Sejmik (Landtag) von Niederschlesien in der Wojewodschaft Dolnośląskie, machte als früherer Europapolitiker deutlich, wie wichtig eine Öffnung der Grenzen und die grenzüberschreitende Arbeit sei: „Nur so kommen wir in Europa weiter. Dieses Netzwerk ist Beleg dafür, wie über den Sport Freundschaften geknüpft werden können. Schön, dass die Netzwerkteilnehmer Drzonków als Tagungsort ausgesucht haben.“

Zbigniew Zaborowski von der Wojewodschaft Lubuskie sagte: „Wir sehen hier, wie der Sport in Europa wächst. Das freut uns sehr. Ich bin auch für die Interreg-Förderung zuständig, und deshalb brauchen wir für grenzüberschreitende Projekte die Deutschen und hoffen, dass sie bei vielen Projekten mitmachen werden.“

Platz für 5000 Fans: Netzwerkmitglieder beim Training des polnischen Handballnationalteams der Frauen.

Platz für 5000 Fans: Netzwerkmitglieder beim Training des polnischen Handballnationalteams der Frauen.

Wir stark der Sport in Polen in Zielona Gora vertreten ist, wurde im Sportzentrum der 130.000-Einwohnerstadt deutlich: Dort verfolgten die Netzwerk-Teilnehmer während eines Besuchs am Abend das Training der polnischen Handball-Nationalmannschaft der Frauen. Die Sporthalle hat 5000 Zuschauerplätze. Zudem wurden Fitness- und Sqashcenter besucht sowie ein Einblick gewonnen von den vielen Möglichkeiten des Zentrums. Das riesige Erlebnisbad besuchen täglich bis zu 1500 Wasserratten bei günstigen Eintrittspreisen. In Zielona Gora sind Basketballer, Volleyballer und Fußballer in ersten und zweiten Ligen vertreten.

Inhaltlich diskutierten die Netzwerker aus halb Europa bei ihrer Tagung, dass Service und Leistungen künftig weiter ausgebaut werden sollen, zum Beispiel auch durch gegenseitige Informations- und Schulungsbesuche von Praktikanten. Die nächste Frühjahrstagung in Potsdam bei der ESAB in Brandenburg soll in ein Netzwerkforum eingebettet werden.

EU-Präsident Martin Schulz: Einsatz für ein „sportliches“ Europa

Vorgestellt wurde zudem eine Netzwerk-Imagebroschüre, in der alle Partner umfassend vorgestellt werden – in Englisch, Deutsch, Niederländisch, Polnisch, Schwedisch und Tschechisch. Das Grußwort hat EU-Präsident Martin Schulz geschrieben: „Ich begrüße ausdrücklich das Engagement des Europäischen Netzwerk der Akademien des Sports, das es sich bereits seit 1999 zur Aufgabe gemacht hat, den Sport als kulturelles Bindeglied zwischen den Nationen aktiv mitzugestalten und somit einen Beitrag für ein soziales und zukunftsfähiges Europa zu leisten. Ich bedanke mich herzlich für Ihren Einsatz für ein ,sportliches’ Europa!“

Sport en bewegen: Mit „Sporthart“ in den olympischen Sommer

Arnhem/Nijmegen. Die zehnte Ausgabe von Sporthart ist herausgekommen. Darin stellt die Hogeschool van Arnhem en Nijmegen (HAN) tolle Geschichten vor, und die Chefs – Eric & Joris – wünschen einen „fantastischen Sportsommer 2016“. Er gipfelt mit den Olympischen Spielen in Rio (5. bis 21. August). Die HAN ist seit Jahren Mitglied im Europäischen Netzwerk der Akademien des Sports.

han-sporthart10Eine der hoffnungsvollen Talente von Topsport Gelderland ist Jip Vastenburg (22). Die Langstrecklerin hofft auf den 12. August, 16.15 Uhr: Dann startet in Rio das Finale über den die zehn Kilometer in der Leichtathletik. „Ein Platz unter den besten Acht müsste drinsitzen“, sagt sie der Redaktion von Sporthart.

Einige weitere Themen auf 28 anspruchsvollen Seiten des Magazins sind:

  • Zeitplan der Olympischen Spiele,
  • Ausblick auf die anschließenden Paralympischen Spiele in Rio (mit Zeitplan),
  • Rückblick auf den Giro d’Italia,
  • Physiotherapie mit Linda Faber,
  • Streethockey in Arnhem,
  • Sporthart mit drei ausgewählten Sportlern der HAN,
  • Fußball im Tunnelblick,
  • Kolumne der Studentin Marleen van de Donk: „Ich möchte nicht schwanger sein“.

www.sportbewegen.nl

Jip Vastenburg (22) von Topsport Gelderland: auf dem Weg nach Rio! Foto: sportbewegen.nl

Jip Vastenburg (22, vorne, aus Loosdrecht), Mitglied von Topsport Gelderland: Auf dem Weg nach Rio! Foto: sportbewegen.nl

Toleranz und Solidarität: 18. Fair-Play-Tour im Schatten von Nizza

Trier. Die 18. Fairplay-Tour durch die Großregion im Südwesten Deutschlands ist nach 800 Kilometern mit 350 Jugendlichen glücklich zu Ende gegangen. Zum Schluss gab es nur ein Thema: der Terroranschlag von Nizza, bei dem 84 Menschen getötet wurden. Die Benefiztour führte durch Deutschland, Belgien und Luxemburg mit einem Abstecher nach Frankreich. Start war in Mayen, Zielankunft in Föhren. Mitorganisator ist seit Beginn die Europäische Akademie des rheinland-pfälzischen Sports in Trier.

350 jugendliche Radfahrer sammelten wieder Spenden für Ruanda.

350 jugendliche Radfahrer sammelten wieder Spenden für Ruanda. Foto: fairplaytour.de/Karl Josef Roth

Der Terror von Nizza beschäftigt auch die Fairplay-Tour durch die Großregion. Die 350 Jugendlichen und ihre Betreuer aus Deutschland, Belgien, Luxemburg und Ruanda zeigten mit ihrer acht Tage Radtour, was möglich ist, wenn man zusammen statt gegeneinander arbeitet.

Klaus Klaeren, Geschäftsführer der Sportakademie, zusammen mit Herbert Ehlen “Vater” der Fairplair-Tour, zeigte sich zufrieden mit dem, was nach 18 Jahren aus seinem Zögling geworden ist. “Im sechsstelligen Spenden-Euro-Bereich werden wir wohl wieder sein. Die Kinder haben fleißig gesammelt”, sagte Ehlen über die erwarteten Spenden. Mit dem Geld soll eine Schule in Kadehero im rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda neu aufgebaut werden. Für mehr als 500 Schüler sollen sieben Klassenräume entstehen. Außerdem sind Toiletten, Regenwasser-Zisternen und ein Schulgarten geplant. Mit den Erträgen aus dem Schulgarten soll dann der Unterhalt des Schulgebäudes sichergestellt werden.

Große Empfänge in den Etappenorten: Klaus Klaeren (links am Mikrofon) bedankt sich im Namen der Tour. Foto: Karl Josef Roth

Große Empfänge in den Etappenorten: Klaus Klaeren (links am Mikrofon) bedankt sich im Namen der Tour. Foto: Karl Josef Roth

Schweigeminute in Saargemünd

“Wenn man erwachsen ist, dann gehört es sich auch, dass man sich vernünftig benimmt”, lobte Herbert Ehlen auf seine ureigene Art das Verhalten der Jugendlichen während der Fairplay-Tour. Der Fahrradlindwurm fuhr problemlos von Mayen über Gillenfeld und Jünkerath in belgische Bütgenbach, durch Luxemburg und das Saarland. “Es hat viel Spaß gemacht, und es war schön, viele Leute vom letzten Jahr wiederzutreffen”, sagte Anna-Lena Schmitt von Bekond aktiv begeistert. Obwohl diesmal keine französischen Schüler dabei waren, war ein Abstecher ins Nachbarland von vornherein geplant. “In Saargemünd haben wir eine Schweigeminute für die Opfer des Terroranschlags von Nizza eingelegt”, erzählte Klaeren.

Die Ereignisse an der Côte d’Azur trafen die Fairplay-Tour-Teilnehmer ins Mark. Es seien ja gerade die Werte, für die man mit der Aktion eintrete, die der Terror angreife: Völkerverständigung und offene Grenzen, Toleranz und Fairplay sowie Solidarität. Deshalb sei die 19. Fairplay-Tour in der Planung (and / Quelle: Trierischer Volksfreund).

• Weitere Infos

• Fair-Play-Broschüre

• fairplaytour.de

Bocholt hat Zukunft: Mit 200.000 Euro in Runde zwei des Wettbewerbs

Bocholt. Bocholt hat den Sprung in die zweite Runde des bundesweiten Wettbewerbs „Zukunftsstadt“ geschafft. Die 74.000-Einwohner-Kommune ist eine von 20 Städten, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit bis zu 200.000 Euro gefördert werden, um zukunftsweisende Ideen und Projekte für Kommunen voranzubringen. Mitbeteiligt an Konzeption und Planung war das Europäische Netzwerk der Akademien des Sports mit ihrem Servicestellenleiter Reinhardt te Uhle.

Keine Angst vor der Zukunft: junge Menschen vor der Veranstaltung im Textilwerk. Fotos: Horst Andresen

Keine Angst vor der Zukunft: junge Menschen vor der Veranstaltung im Textilwerk. Fotos: Horst Andresen

Eine Jury aus Experten hat 20 Kommunen ausgewählt, um mit Bürgern und Wissenschaft Ideen für eine lebenswerte und nachhaltige Stadt weiterzuentwickeln. Sie nehmen an der zweiten Phase des Wettbewerbs „Zukunftsstadt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung teil und sind damit einen Schritt weiter, ihre Konzepte vor Ort zu verwirklichen:  aus der Ideensammlung in der ersten Phase konkretere Pläne zu entwickeln.

Ministerin Wanka fordert „Kreativität und Elan“

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka beglückwünschte die Teilnehmer: „Schon in seiner ersten Phase hat der Wettbewerb Zukunftsstadt viele Impulse für Veränderungen gesetzt. In 51 Kommunen wurden seit 2015 viele gute Ideen geboren: Beispielsweise wie Verkehrswege in Parkanlagen und Gemeinschaftsorte umgewandelt werden könnten, es sind neue Nachbarschaftskonzepte und Ideen für ein lebendigeres Stadtleben entstanden oder  Gebäudekonzepte, die aus Abwasser klimafreundliche Energie gewinnen. Mit unserem Wettbewerb bringen wir die kreativen Ideen aus der Forschung mit den lokalen Bedürfnissen in den Städten zusammen.  Die Wissenschaft verschafft den Menschen enorme Chancen, ihre Ideen für ein gutes Leben in den Städten zu verwirklichen. Ich bin mir sicher, dass die Städte, die sich nun für die zweite Runde qualifiziert haben, diesen Weg mit viel Elan und Kreativität weiter verfolgen werden.“

Schüler begleiten das Projekt.

Schüler begleiten das Projekt.

Realisierung der Pläne im Jahr 2018

Die überzeugendsten Visionen werden in der aktuellen zweiten Phase des Wettbewerbs zu Plänen ausgearbeitet, die ab 2018 realisiert werden können. Die Kommunen erhalten dafür jeweils bis zu 200.000 Euro.

Gemeinsam mit Bürgern, Vereinen, Schulen und Institutionen arbeitet in Bocholt eine Strategiegruppe seit über einem Jahr an einer Zukunftsvision unter dem Titel „Atmendes Bocholt 2030+“. In Workshops, Umfragen und Schulprojekten wurden seither viele Ideen gesammelt und diskutiert, etwa über neue Formen von Bürgerbeteiligung, über die wirtschaftliche und internationale Ausrichtung der Stadt, über die Stellung als Studentenstadt oder über neue Mobilitäts- und Wohnkonzepte. Schüler des Josefgymnasiums, des Mariengymnasiums und der Diepenbrock-Grundschule machten sich kreative Gedanken über ein neuartiges Jugendhaus sowie die Schule der Zukunft.

Ein Strandbad mitten in der City – warum nicht? Ein Vorschlag von vielen für ein zukunftsträchtiges Bocholt, das sich gegen 51 Konkurrenten durchsetzte. 20 Städte kommen in die zweite Förderphase, acht verbleiben in der dritten, die mit hohen Fördersummen ausgestattet sein wird.

Ein Strandbad mitten in der City – warum nicht? Ein Vorschlag von vielen für ein zukunftsträchtiges Bocholt, das sich gegen 51 Konkurrenten durchsetzte. 20 Städte kommen in die zweite Förderphase, acht verbleiben in der dritten, die mit hohen Fördersummen ausgestattet sein wird.

Triphaus: „Titel Zukunftsstadt ist Privileg und Verpflichtung zugleich“

In Bocholt leitet Kämmerer und Sozialdezernent Ludger Triphaus die Strategiegruppe „Zukunftsstadt“: „Es freut uns sehr, dass es durch die intensive und konstruktive Kooperation zwischen vielen Beteiligten gelungen ist, in die zweite Phase zu kommen. Bocholt weiterhin als Zukunftsstadt bezeichnen zu dürfen, ist zugleich ein Privileg und eine Verpflichtung, die durch innovative Gedanken und Maßnahmen bestätigt werden muss. Durch die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis will Bocholt zu neuen Formen der Bürgerbeteiligung kommen.“ Und Augenzwinkernd fügt er hinzu: „Dass ausgerechnet der Kämmerer als biologisch Ältester der Verwaltungsspitze Einfluss auf die Zukunftsfähigkeit der Stadt hat, möge Ansporn für ältere Bürger sein, sich für die Zukunft Bocholts zu engagieren.“

Hintergrund zum Wettbewerb „Zukunftsstadt“

Der Wettbewerb „Zukunftsstadt“ ist eine Aktivität der ressortübergreifenden Innovationsplattform Zukunftsstadt der Bundesregierung. Partner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund und der Deutsche Landkreistag (www.wettbewerb-zukunftsstadt.de). Gemeinsam mit Bürgern werden Visionen und Konzepte für die Stadt von Morgen entworfen. Besonders gute Konzepte werden vom Bund finanziell gefördert. Bocholts Teilnahme steht unter dem Titel „Atmendes Bocholt 2030+“. Der Wettbewerb besteht insgesamt aus drei Phasen. Von 50 Städten haben 20 den Sprung in die zweite Förderphase geschafft.

• Mehr Informationen über das Bocholter Konzept unter www.zukunftsstadt-bocholt.de.

Lokale Förderer und Unterstützer: Unterstützer der Stadt Bocholt sind das Bocholter-Borkener Volksblatt, die Deutsche Sporthochschule Köln, das Deutsche Institut für Urbanistik (DifU), die Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft der Stadt Bocholt (EWIBO), das Institut für Innovationsforschung und Management (ifi) und die Westfälische Hochschule. (mid)

Engagement braucht Leadership: Vorstände knacken harte Nüsse

Bocholt. Das Fazit der Veranstaltungsreihe „Engagement braucht Leadership“ in Bocholt fiel positiv aus. Im Rahmen dieser Reihe wurden von April 2015 bis Juli 2016 zwölf Veranstaltungen organisiert. Insgesamt nahmen knapp 500 Mitglieder aus 62 Vereinen teil. Ziel: Ehrenamtliche für Vorstandsarbeit im Verein zu interessieren.

Umsetzung in Bocholt positiv herausgestochen

Von Beginn an sei die Umsetzung in Bocholt sehr positiv herausgestochen, so Ferdinand Mirbach, Projektleiter der Robert-Bosch-Stiftung. So sei das erste Treffen mit dem Tretbootfahren am Aasee aufgefallen. „Bestätigt wurde der Auftakt durch die Projektlaufzeit“, so Mirbach. Stefan Rieker von der Paritätischen Akademie resümierte, dass das Programm deswegen so erfolgreich gewesen sei, da die Kommune hinter dem Programm stehe. Dies sei ein großer Vorteil im Vergleich zu anderen Standorten.

Sozialdezernent Ludger Triphaus machte den Teilnehmern der Abschlussveranstaltung deutlich, dass die Stadtverwaltung nicht vorhabe, die freiwilligen Leistungen für Vereine zu kürzen. „Wir müssen aber auch Wertschätzung ideeller Art leisten“, so Triphaus. Dazu gehöre unter anderem, dass ehrenamtlich Tätige auch außerhalb der Öffnungszeiten bei der Stadtverwaltung einen Termin erhielten.

Lilian Spogahn, Montessori-Verein Bocholt, und Jürgen Meiermann, TSV Bocholt, berichten von ihren Erfahrungen aus dem Programm "Engagement braucht Leadership". Spogahn möchte gerne die projektbezogene Vorstandsarbeit in ihrem Verein umsetzen. Foto: Bruno Wansing/Stadt Bocholt

Lilian Spogahn, Montessori-Verein Bocholt, und Jürgen Meiermann, TSV Bocholt, berichten von ihren Erfahrungen aus dem Programm „Engagement braucht Leadership“. Spogahn möchte gerne die projektbezogene Vorstandsarbeit in ihrem Verein umsetzen. Foto: Bruno Wansing/Stadt Bocholt

Vernetzung der Vereine

Moderator Dr. André Wolf erinnerte an die verschiedenen Workshops: „Das Programm hat von Ihnen gelebt“. Ähnlich sah es Lilian Spogahn vom Montessori-Verein Bocholt. Sie hätte vor Teilnahme nicht gedacht, dass ihr die Vernetzung mit anderen Vereinen – aus den unterschiedlichsten Branchen – so viel bringen würde. „Vom Kneipp-Verein haben wir beispielsweise sofort Räume für Veranstaltungen angeboten bekommen, ein anderer Verein bot einen Dolmetscher an“, so Spogahn. Sie möchte zukünftig projektbezogen Vorstandsarbeit verteilen. „Ich glaube, dass wir dadurch frischen Wind in das Ehrenamt reinbekommen“, so Spogahn.

Dass der TSV Bocholt bereits einiges umgesetzt hat, erklärte Jürgen Meiermann. So konnten Vereinsmitglieder, die sich konkret für ein Amt im Vorstand interessierten, bereits vorher in Vorstandssitzungen reinschnuppern. Dadurch könnten die Interessierten sich ein erstes Bild von der Vorstandsarbeit machen, bevor sie sich tatsächlich wählen lassen.

Arbeit auf viele Schultern verteilen

Referent Heinz Janine verteilte Walnüsse. „Unterhalten Sie sich mit ihrem Nachbar mal darüber, welche Nuss Sie – im Hinblick auf notwendige Veränderungen in der Vorstandsarbeit – zu knacken haben“, erklärte Janine. Im Anschluss der regen Diskussion erklärte ein Teilnehmer, dass die Vorstandsarbeit auf mehr Schultern verteilt werden soll. Eine Teilnehmerin erklärte, dass der Verein die Ehrenamtlichen auch halten müsse. Dazu müsste die ehrenamtliche Tätigkeit attraktiver gestaltet werden müssen.

Hintergrund zu „Engagement braucht Leadership“

Das Programm „Engagement braucht Leadership“ wurde an 28 Standorten in drei Bundesländern durchgeführt. In NRW beteiligten sich acht Standorte. Auf Landesebene wurde die Umsetzung von der Paritätischen Akademie organisiert. Bocholt erhielt eine Fördersumme von rund 13.000 Euro für die Organisation. Eine Fortführung des Programms von der Robert-Bosch-Stiftung ist nicht geplant. In Bocholt werden die Ergebnisse des Programms „Engagement braucht Leadership“ in das Programm „Engagierte Stadt“ einfließen. So wird beispielsweise eine Homepage eingerichtet, die sich mit dem Ehrenamt in Bocholt beschäftigt.

Special Olympics Hannover 2016 – ein Fazit

Hannover. Die Nationalen Sommerspiele für Menschen mit geistiger Behinderung von Special Olympics Deutschland (SOD) fanden vom 6. bis 10. Juni 2016 in Hannover statt. Rund 4800 Athletinnen und Athleten sorgten in dieser Woche in 18 Sportarten sowie dem wettbewerbsfreien Angebot für spannende Wettkämpfe und emotionale Momente. Das Fazit fiel positiv aus, zeigte aber auch auf, dass noch viel getan werden müsse.

Wichtige Frage in Hannover: Wie inklusiv sind Sport und Gesellschaft, nicht nur in Niedersachsen.

Wichtige Frage in Hannover: Wie inklusiv sind Sport und Gesellschaft? Und dies nicht nur in Niedersachsen.

Rund um die Nationalen Sommerspiele für Menschen mit geistiger Behinderung ergaben sich verschiedene Fragen: Inwiefern ist der Umgang von Menschen mit und ohne (geistiger) Behinderung in unserer Gesellschaft und im Sport selbstverständlich? Tragen Veranstaltungen wie diese dazu bei, dass sich (vor Ort) ein Bewusstsein für Inklusion entwickelt? Was bleibt nach den Special Olympics 2016 in Hannover, in Niedersachsen oder gar in Deutschland?

Im Zentrum des Akademie-Gesprächs in der Akademie des Sports in Hannover mit 55 Teilnehmenden standen genau diese Fragen. In einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Special Olympics Hannover 2016 – was bleibt?“ versuchte die Akademie, Antworten auf diese fragen zu erhalten.

Die zweifache Olympiasiegerin im Schwimmen, Britta Steffen, diskutiert mit Moderator Hermann Grams.

Die zweifache Olympiasiegerin im Schwimmen, Britta Steffen, diskutiert mit Moderator Hermann Grams.

An der Diskussion nahmen teil: Britta Steffen (Doppelolympiasiegerin und Sportbotschafterin von SOD), Holger Stolz (Landesgeschäftsführer der Lebenshilfe Niedersachsen), Reinhard Rawe (Vorstandsvorsitzender LandesSportBund Niedersachsen), Karl Finke (Präsident Behinderten-Sportverband Niedersachsen), Sven Albrecht (Bundesgeschäftsführer Special Olympics Deutschland) sowie Laura Hardy und Herbert Krüger („Gesichter der Spiele“ Special Olympics Hannover 2016).

Schwerpunkte der Veranstaltung im Überblick:

  • Alle relevanten Verbände im organisierten Sport müssen noch enger zusammenarbeiten und Lösungen entwickeln, auch mit den Einrichtungen der Behindertenhilfe.
  • Menschen mit Behinderung müssen einen besseren Zugang zu Sportangeboten in Sportvereinen erhalten.
  • Angebote der Sportvereine müssen sich wiederum mehr an Menschen mit Behinderung richten.
  • Es ist eine generelle Änderung der Haltung notwendig, um ein inklusives Sportangebot zu schaffen.
  • Menschen mit Behinderungen – egal welche – haben viele Kompetenzen. Es kann viel von ihnen gelernt werden.

Der Gedanke der Inklusion wurde durch den kulturellen Beitrag der  „Wagabunten“ der Rotenburger Werke aufgegriffen. Sie sind ein Inklusionstheater und eine Kooperation der Rotenburger Werke e. V. mit der Hochschule für Künste im Sozialen (HKS) Ottersberg.

Das Akademie-Gespräch wurde moderiert von Hermann Grams (beraten, begleiten, bewegen).

Diese Veranstaltung wurde gefördert durch die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung.

Diskussionsteilnehmer, von links: Karl-Heinz Steinmann (Akademieleiter), Holger Stolz, Karl Finke, Reinhard Rawe, Laura Hardy, Herbert Krüger, Sven Alb- recht, Britta Steffen, Hermann Grams. Fotos: LSB

Diskussionsteilnehmer, von links: Karl-Heinz Steinmann (Akademieleiter), Holger Stolz, Karl Finke, Reinhard Rawe, Laura Hardy, Herbert Krüger, Sven Alb- recht, Britta Steffen, Hermann Grams. Fotos: LSB

Internationales Bocholt: Neue Freunde aus Kolumbien gewonnen

Bocholt. Internationale Gäste: Die Stadt Bocholt weitet ihre Verbindungen nach Kolumbien aus. Und der Sport hilft dabei. Für einige Tage waren Juniorenfußballer (U 19 und U 20) von Atletico Nacional Medellin – dem FC Bayern München von Kolumbien – zu Gast. Sie absolvierten ein Freundschaftsspiel gegen die A-Junioren des Oberligisten 1. FC Bocholt (6:0). Und während eines Empfangs der Stadt im Klubheim wurden Trikots, Schals und weitere Geschenke getauscht.

Gruppenbild der Juniorenmannschaften des 1. FC Bocholt und von Atletico Nacional Medellin aus Kolumbien (grüne Trikots). Foto: Benjamin Kappelhoff, 1. FC Bocholt

Gruppenbild der Juniorenmannschaften des 1. FC Bocholt und von Atletico Nacional Medellin aus Kolumbien (grüne Trikots). Foto: Benjamin Kappelhoff, 1. FC Bocholt

Die Vorbereitungen für den Besuch lagen zum großen Teil in Verantwortung der Europäischen Akademie des Sports (eads) und bei dessen Leiter Reinhardt te Uhle, der auch die Servicestelle des Europäischen Netzwerkes der Akademien des Sports leitet.

Herzlicher Empfang im Klubheim des 1. FC Bocholt: Es wurden Trikots und Schals getauscht. Links Bürgermeister-Stellvertreterin Hanni Kammler, Vereinspräsident Ludger Triphaus und Atletico-Delegationsleiter Nelson Reyes. Fotos: Horst Andresen

Herzlicher Empfang im Klubheim des 1. FC Bocholt: Es wurden Trikots und Schals getauscht. Links Bürgermeister-Stellvertreterin Hanni Kammler, Vereinspräsident Ludger Triphaus und Atletico-Delegationsleiter Nelson Reyes. Fotos: Horst Andresen

 

Ludger Triphaus, Präsident des 1. FC Bocholt und Vize der eads, begrüßte die Gäste und sagte, „ich bin froh, dass wir uns hier so international präsentieren können und solch besondere Gäste haben.“ Dazu gehörte neben anderen auch Professor Dr. Volker Rittner (Köln), der die ersten Kontakte Bocholts nach Kolumbien geknüpft hatte.

Aus den Niederlanden waren Fred Berendhaus und Rob Gudden gekommen, die Organisatoren des Terborg Toernooi. „Jeder fällt auf die Knie, wenn er die Namen hört, die an diesem Turnier teilnehmen“, zeigte sich Triphaus überschwänglich. Mit Fluminense Rio de Janeiro, VfL Wolfsburg, FC Chelsea, Atletico Mineiro und Tottenham Hotspurs sind neben den niederländischen Teams De Graafshap und Feyenoord Rotterdam Weltvereine am Start, und auch die kolumbianischen Gäste spielen in Terborg, nur 30 Kilometer von Bocholt gelegen.

bocholt-empfang-medellin - 4 bocholt-empfang-medellin - 3Ruhmreiche Geschichte

Triphaus ging kurz auf die ruhmreiche Geschichte des 1. FC Bocholt ein, und da durfte auch ein Rückblick auf das Spiel der Spiele im DFB-Pokal gegen den FC Bayern München (1984 – 1:2-Niederlage im Viertelfinale) nicht fehlen. Auch ein Hinweis auf Spieler, die es aus den Reihen des 1. FC bis in die Bundesliga und dort zum Torschützenkönig brachten (Roland Wohlfahrt bei Bayern München), ließ Triphaus nicht aus. Der frühere A-Jugendtrainer des 1. FC Bocholt, Peter Hyballa, werde nun Coach beim niederländischen Erstligisten NEC Nijmegen.

Neue Freunde

„Wir haben neue Freude gefunden und das ist schön“, betonte Triphaus und überreichte Delegationsleiter Nelson Reyes einen Vereinsschal des 1. FC Bocholt. Die stellvertretende Bürgermeisterin Hanni Kammler wünschte den internationalen Gästen eine schöne Zeit in Bocholt und viel Erfolg beim Turnier in Terborg.

„Wie zu Hause“

Reyes bedankte sich seinerseits und betonte, dass er sich in Bocholt schon fast „wie zu Hause“ fühle und übergab Hanni Kammler ein Trikot von Nacional Medellin. „Ich bin mir sicher, dass die sportliche Entwicklung weitergehen wird“, so Reyes, „und auch die Kontakte zwischen Deutschland, den Niederlanden und Kolumbien weiter vertieft werden.“

Fußball eine der größten gesellschaftlichen Kräfte

„Das Angebot der Kooperation nehmen wir dankend und gerne an“, sagte Triphaus, „Fußball ist eine der größten gesellschaftlichen Kräfte, die Region öffnet sich und wird international.“ Gerade beim internationalen Flüchtlingsturnier habe man gesehen, dass es nur eine Sprache nötig ist, die des Fußballs. Treibhaus: „Alle wollen Ball in diesen viereckigen Kasten kriegen, und der heißt Tor.“

Chinesen beim kolumbianischen Empfang: Sie werden Altenpflegefachkräfte und besuchen demnächst eine Schule des Roten Kreuzes in Bocholt.

Chinesen beim kolumbianischen Empfang: Sie werden Altenpflegefachkräfte und besuchen demnächst eine Schule des Roten Kreuzes in Bocholt.

Acht Chinesen werden in Bocholt Altenpflegefachkräfte

Asiatisch international wurde es auch, als Ludger Triphaus fünf Chinesinnen und drei Chinesen vorstellte, die seit dem 9. Mai in Bocholt sind, um ab dem 1. Oktober beim Roten Kreuz am neuen Bildungsinstitut des Roten Kreuzes im Kreis Borken für Gesundheitsberufe eine Ausbildung zur Altenpflegefachkraft zu absolvieren. „Derartige Fachkräfte werden händeringend gesucht“, sagte Triphaus, „sie können alle schon Deutsch sprechen und werden ihre Ausbildung am Altenpflegefachseminar im Europahaus und in den Ausbildungsbetrieben machen, die die Ausbildung mitfinanzieren.“ Kontakte zu Kolumbien gebe es in diesem Thema auch schon: Gut möglich, dass 2017 zum Seminarstart im Frühjahr kolumbianische Pflegefachkräfte in spe kommen werden.

Nationalheld überbringt Videobotschaft

Besonders stolz waren die jungen kolumbianischen Nachwuchstalente von Atletico Nazional Medellin auf die Videobotschaft ihres Nationalhelden, Reynaldo Rueda.  Rueda, Trainer der Profimannschaft Atleticos, sprach auf Spanisch und Deutsch. Rueda war 2010 Nationaltrainer Honduras bei der Weltmeisterschaft in Südafrika, ehe er vier Jahre später als Nationalcoach Ecuadors an der WM in Brasilien teilnahm. Rueda ist seit Juni 2015 Cheftrainer beim kolumbianischen Traditionsverein aus Medellín. Er wirkte dank seiner guten Deutschkenntnisse auch beim Kontakt nach Bocholt mit. Hier schloss sich der Kreis: Rueda studierte früher an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Einer seiner Professoren: Volker Ritter.

Bildergalerie

© Bruno Wansing/Stadt Bocholt, andresen-presseservice

Internationale Beziehungen: Kolumbianische Jugendfußballer besuchen Bocholt

Bocholt (PID). Ab Pfingstmontag, 16. Mai, empfängt Bocholt Gäste aus Südamerika: Von Montag bis Mittwoch wird eine Jugendmannschaft des Fußballklubs Atletico National aus Medellin zu Gast sein. Sportlicher Höhepunkt ist eine Testpartie gegen die A-Jugend des 1. FC Bocholt. Anpfiff ist am Dienstag, 17. Mai, um 19 Uhr auf der Platzanlage Am Hünting.

Zu Gast in Bocholt: die Jugendmannschaft von Atletico National Medellin aus Kolumbien. Foto: Verein

Zu Gast in Bocholt: die Jugendmannschaft von Atletico National Medellin aus Kolumbien. Foto: Verein

Bocholt ist für die Kolumbianer eine Zwischenstation auf ihrer Deutschlandreise. Zuvor wird die Mannschaft an einem Turnier in der Nähe von Osnabrück teilnehmen. Am Pfingstmontag dann wird das Team in Bocholt erwartet. Der 25 Personen große  Tross aus Spielern, Trainern und Betreuern wird im Europahaus an der Adenauerallee untergebracht, in dem auch die Servicestelle des Europäischen Netzwerkes der Akademien des Sports ihren Sitz hat. Vor dem Match gegen die A-Junioren des 1. FC Bocholt findet im Vereinsheim des 1. FC ein Empfang statt.

Während ihres Aufenthalts in Bocholt werden die jungen Kicker aus Südamerika Kontakt zum Euregiogymnasium aufnehmen und dort beim Sport- und Spanischunterricht hereinschauen. Auf dem Programm steht zudem eine Stadtbesichtigung und ein Besuch im Freizeitbad Bahia. Am Mittwochmorgen wird das Team aus Medellin abreisen ins holländische Terborg. Dort findet ein international renommiertes Jugendturnier mit den Kolumbianerin statt.

Bocholter Kontakte nach Kolumbien

Atletico Nacional Medellin gehört zu den Spitzenklubs in Kolumbien. Deren Trainer, Reynaldo Rueda, war es, der am Kontakt nach Bocholt mitgewirkt hat. Ausgangspunkt dafür war eine Kolumbienfahrt einer Bocholter Delegation Ende 2015 in die kolumbianische Region Yumbo mit dem Ziel, Fäden für ein Netzwerk in Bereichen wie Bildung, Sport, Verwaltung und Wirtschaft zu spinnen. Seine internationalen Beziehungen breiter aufzustellen ist Teil des strategischen Masterplans der Stadt Bocholt. Zur Stadt Yumbo besteht seit Sommer 2015 offiziell eine freundschaftliche Beziehung.

Natürlich gesund bleiben – neue Impulse für ein aktives Älterwerden durch Sport und Bewegung

Clausthal-Zellerfeld. Das Engagement für das eigene Wohlbefinden und die eigene Gesundheit ist ein wichtiger Bestandteil einer selbstbestimmten Lebensgestaltung. Sport und Bewegung sollten daher im Alltag und in der Freizeit über alle Altersgruppen hinweg einen selbstverständlichen Platz einnehmen. Insbesondere auch im höheren Alter. Diese Schwerpunkte bilden den Fokus des Akademie-Forums der Akademie des Sports im Landessportbund Niedersachsen in Clausthal-Zellerfeld.

Akademie-Forum-Sportentwicklung-13082016 hannover_Akademie-Forum-SportentwicklungInteressierte erhalten neue Informationen zur Lebenszeitgestaltung und wie die Natur auch durch Gesundheitssport erlebt werden kann. In praktischen Workshops können Teilnehmer zudem neue Angebote entdecken. Der Teilnahmebeitrag beträgt 15 Euro.

Flyer und Anmeldung

Deutschland wird Europameister nach Finalsieg gegen Luxemburg! Trierer Schüler testen die EM

Trier. Europameisterschaftstest und erster Teil des „balance“-Straßenfußballturniers in der Grundschule Ambrosius/Kürenz in Tier. Im Zuge der Projektwochen zur Gewaltprävention des Arbeitskreises Gewaltprävention Trier und Kreis Trier-Saarburg waren 80 Erst- und Zweitklässler gefordert. Und der Test gelang: Europameister wurde Deutschland – nach einem Sieg im Endspiel gegen Luxemburg…

„balance“-Straßenfußballturniers in der Grundschule Ambrosius/Kürenz in Tier: 80 Kinder spielten die EM nach. Deutschland gewann! Foto: Sportakademie

„balance“-Straßenfußballturniers in der Grundschule Ambrosius/Kürenz in Tier: 80 Kinder spielten die EM nach. Deutschland gewann! Foto: Sportakademie

Organisiert von der Europäischen Akademie des rheinland-pfälzischen Sports Trier mit großer Unterstützung der Lehrer, ging diese Mini-Europameisterschaft bestens über die Spielbühne. Der zweite Termin folgt am 1. Juni. für Dritt- und Viertklässler.

Der Fußballcourt wurde in der Mitte des Schulhofs aufgebaut. Nachdem die Mannschaften eingeteilt und die Fairplay-Regeln erklärt worden waren, begann die Europameisterschaft mit Mannschaften aus Spanien, Frankreich, Luxemburg, Deutschland, Dänemark, den Niederlanden (auch wenn die in Frankreich nicht dabei sein werden), Schweden und Portugal.

Die Kinder spielten, aufgeteilt in zwei Gruppen mit jeweils vier Mannschaften, eine Vorrunde aus. Die beiden Erstplatzierten trugen die Halbfinals aus, aus denen Deutschland und Luxemburg als Sieger hervorgingen. Das Finale konnte letzten Endes Deutschland für sich entscheiden und somit das Balance-Turnier gewinnen.
Jeder der Grundschüler hatte einen großen Siegeswillen, doch dieser stand nicht im Vordergrund und war dem Fairplay-Gedanken untergeordnet, wie die Sportakademie zufrieden feststellte. Gefoult wurde nicht und sowohl gestürzten Mitspielern als auch Gegenspielern fair wieder auf die Beine geholfen. (aka/and)