Toleranz und Solidarität: 18. Fair-Play-Tour im Schatten von Nizza

Trier. Die 18. Fairplay-Tour durch die Großregion im Südwesten Deutschlands ist nach 800 Kilometern mit 350 Jugendlichen glücklich zu Ende gegangen. Zum Schluss gab es nur ein Thema: der Terroranschlag von Nizza, bei dem 84 Menschen getötet wurden. Die Benefiztour führte durch Deutschland, Belgien und Luxemburg mit einem Abstecher nach Frankreich. Start war in Mayen, Zielankunft in Föhren. Mitorganisator ist seit Beginn die Europäische Akademie des rheinland-pfälzischen Sports in Trier.

350 jugendliche Radfahrer sammelten wieder Spenden für Ruanda.

350 jugendliche Radfahrer sammelten wieder Spenden für Ruanda. Foto: fairplaytour.de/Karl Josef Roth

Der Terror von Nizza beschäftigt auch die Fairplay-Tour durch die Großregion. Die 350 Jugendlichen und ihre Betreuer aus Deutschland, Belgien, Luxemburg und Ruanda zeigten mit ihrer acht Tage Radtour, was möglich ist, wenn man zusammen statt gegeneinander arbeitet.

Klaus Klaeren, Geschäftsführer der Sportakademie, zusammen mit Herbert Ehlen “Vater” der Fairplair-Tour, zeigte sich zufrieden mit dem, was nach 18 Jahren aus seinem Zögling geworden ist. “Im sechsstelligen Spenden-Euro-Bereich werden wir wohl wieder sein. Die Kinder haben fleißig gesammelt”, sagte Ehlen über die erwarteten Spenden. Mit dem Geld soll eine Schule in Kadehero im rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda neu aufgebaut werden. Für mehr als 500 Schüler sollen sieben Klassenräume entstehen. Außerdem sind Toiletten, Regenwasser-Zisternen und ein Schulgarten geplant. Mit den Erträgen aus dem Schulgarten soll dann der Unterhalt des Schulgebäudes sichergestellt werden.

Große Empfänge in den Etappenorten: Klaus Klaeren (links am Mikrofon) bedankt sich im Namen der Tour. Foto: Karl Josef Roth

Große Empfänge in den Etappenorten: Klaus Klaeren (links am Mikrofon) bedankt sich im Namen der Tour. Foto: Karl Josef Roth

Schweigeminute in Saargemünd

“Wenn man erwachsen ist, dann gehört es sich auch, dass man sich vernünftig benimmt”, lobte Herbert Ehlen auf seine ureigene Art das Verhalten der Jugendlichen während der Fairplay-Tour. Der Fahrradlindwurm fuhr problemlos von Mayen über Gillenfeld und Jünkerath in belgische Bütgenbach, durch Luxemburg und das Saarland. “Es hat viel Spaß gemacht, und es war schön, viele Leute vom letzten Jahr wiederzutreffen”, sagte Anna-Lena Schmitt von Bekond aktiv begeistert. Obwohl diesmal keine französischen Schüler dabei waren, war ein Abstecher ins Nachbarland von vornherein geplant. “In Saargemünd haben wir eine Schweigeminute für die Opfer des Terroranschlags von Nizza eingelegt”, erzählte Klaeren.

Die Ereignisse an der Côte d’Azur trafen die Fairplay-Tour-Teilnehmer ins Mark. Es seien ja gerade die Werte, für die man mit der Aktion eintrete, die der Terror angreife: Völkerverständigung und offene Grenzen, Toleranz und Fairplay sowie Solidarität. Deshalb sei die 19. Fairplay-Tour in der Planung (and / Quelle: Trierischer Volksfreund).

• Weitere Infos

• Fair-Play-Broschüre

• fairplaytour.de