Gesundheitsprojekt gkgk jetzt auch in Brandenburg und Polen
Potsdam/Kolberg. Das Gesundheitsprojekt „Gesunde Kinder in gesunden Kommunen“ (gkgk), jahrelang in Westdeutschland und den Niederlanden erfolgreich praktiziert, startet in Brandenburg und Polen ab September 2017 und dauert 42 Monate, bis Ende Februar 2021. Die Woiwodschaft Westpommern (zu vergleichen mit deutschen Bundesländern), die Stadt Schwedt und die Europäische Sportakademie Land Brandenburg (ESAB) mit ihrer Fachhochschule für Sport und Management Potsdam (FHSMP) arbeiten als Projektpartner zusammen. Das grenzüberschreitende gkgk-Projekt wird in den kommenden drei Jahren, so ist der Plan, mehr als 840 Grundschulkinder in Bewegung bringen.

Kooperations-Vereinbarung in Kolberg an der polnischen Ostsee: 840 Kinder profitieren mehr als drei Jahre lang vom Gesundheitsprojekt Gesunde Kinder in gesunden Kommunen (gkgk). Foto: ESAB
In der polnischen Ostseestadt Kolberg (Kołobrzeg, knapp 50.000 Einwohner) trafen sich die Partner zum Start. Kolbergs Bürgermeister Janusz Gromek informierte zusammen mit Vertretern der Stadt Kolberg, der Gemeinde Kolberg, den polnischen Gemeinden Goleniów und Stepnica sowie der deutschen Stadt Schwedt an der Oder (Landkreis Uckermark) gemeinsam mit der Europäischen Sportakademie über Inhalte und Ziele.
Die Grundschulkinder werden über drei Jahre mit einem umfangreichen Bewegungskonzept wie zum Beispiel einer dritten wöchentlichen Sportstunde gesundheitlich gefördert. Aufgrund des unterschiedlichen Lebensalter bei Grundschulbeginn startet das Projekt in Polen mit Erstklässlern und auf deutscher Seite mit der zweiten Klasse.
Lernküchen für gesunde Ernährung
Darüber hinaus sollen Strukturen in den am Projekt beteiligten Kommunen aufgebaut werden, die ebenfalls zur Gesundheitsförderung der Kinder beitragen. Verbesserte Spiel- und Sportmöglichkeiten in den teilnehmenden Schulen animieren zu mehr Bewegung. Auch gesunde Ernährung kommt ins Spiel: Mit Lernküchen und abwechslungsreichen Speiseplänen in den Mensen wird den Kindern vitale und vitaminreiche Kost schmackhaft gemacht.
Die Evaluation erfolgt anhand von Motorik-Tests und BMI-Messungen der Schüler, die mehrfach während der gkgk-Zeit erfolgen. Die Fachhochschule als wissenschaftlicher Partner reist aus diesem Anlass mit einem qualifizierten Messteam nach Polen und Schwedt und übernimmt auch die Fortbildung von Lehrern, Trainern und Übungsleitern, die mit den Kindern die motorischen Übungen umsetzen. Schlussendlich ist sie auch für die Auswertung der Ergebnisse zuständig.
Das Ziel des grenzüberschreitenden Projektes ist, Kinder bei einer gesunden Lebensweise durch Sport und ausgewogene Ernährung zu unterstützen. Dabei werden sowohl die Gemeinden, Schulen, Sportvereine, Eltern als auch die Kinder beteiligt.
Interreg-Va-Projekt gkgk im Überblick
Das Interreg-Va-Projekt Gesunde Kinder in gesunden Kommunen (gkgk) Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg / Polen im Überblick:
- Inhalt: gesundheitsorientiertes Bildungsprojekt für Kommunen im grenznahen Gebiet;
- Ziel: Kindern zu einem aktiven und gesunden Lebensstil zu verhelfen, durch das gemeinsame Engagement von Kommunen, Schulen, Vereinen und Eltern;
- Projektwert: 1.300.689,49 Euro;
- Projektdauer: 2017-2021, 42 Monate;
- Leadpartner: Stadt Kolberg (Westpommern, Polen);
- Projektpartner: fünf Kommunen, darunter vier aus Westpommern und die Stadt Schwedt;
- wissenschaftlicher Partner: Fachhochschule für Sport und Management Potsdam der Europäischen Sportakademie Land Brandenburg (ESAB);
- Kooperation mit Stadt Barth (MVP).






Nicht immer können diese komplexen Herausforderungen von Kommunen alleine bewältigt werden. Bei der Stadtentwicklung sind verschiedene Partner notwendig. In der Stadtentwicklung spielen Grün- und Naturflächen nicht nur aus Umweltgesichtspunkten eine bedeutende Rolle, sondern auch zur Bewegung und dem Sporttreiben. Daher liegt es nahe, den Sport und die Sportvereine in Planungsprozesse einzubeziehen, um so auch an spezifisches Wissen, Engagement und Unterstützung der Bürger zu gelangen. Zudem können Bedarfe und Interessen erfragt und einbezogen werden, denn die Akzeptanz von Planungen und Veränderungen bedarf dem Dialog und der Einbeziehung von Partnern.
Mehr als 40 Radfahr-Teams, meist von Schulen, aber auch Vereinen werden bis zum 1. Juli gut 800 Kilometer durch Deutschland, Belgien, Luxemburg und das französische Lothringen radeln. “Die Gruppen haben intensiv und gut trainiert”, ist sich Klaus Klaeren, der zusammen mit Herbert Ehlen die Fairplay-Tour leitet, sicher, wie es in einer Vorschau im Trierischen Volksfreund (TV) hieß.





