Europäische Woche des Sports – der Hintergrund

Eupen. Die Europäische Union hat im vorigen Jahr die EU Mitgliedsländer aufgerufen, eine Europäische Woche des Sports (EWdS) erstmalig vom 7. bis 13. September 2015 zu organisieren.

Dabei sollen Sport und körperliche Betätigung auf allen Ebenen propagiert werden. Die jüngste Eurobarometer-Umfrage über Sport und körperliche Betätigung ergab, dass sich fast 60  Prozent der Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union nie oder selten sportlich betätigen. Die Kommission wird im Rahmen der Europäischen Woche europaweit Veranstaltungen und Aktivitäten koordinieren. Organisationen, die die Ziele der Woche unterstützen möchten, erhalten von der Kommission einen entsprechenden Leitfaden und ein Label für die Europäische Woche des Sports.

Europäische Woche des Sports: viele Aktivitäten in der Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens – in Eupen und den insgesamt neun Gemeinden. Foto: Colourbox.de

Europäische Woche des Sports: viele Aktivitäten in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens – in Eupen und den insgesamt neun Gemeinden. Foto: Colourbox.de

 

Die Idee einer Europäischen Woche des Sports stammt aus dem Europäischen Parlament, genauer aus dem Fisas-Bericht von 2012, benannt nach seinem Verfasser, dem spanischen MdEP Santiago Fisas. Im gleichen Jahr forderten die Mitgliedstaaten die Europäische Kommission auf, die Einführung einer Europäischen Woche des Sports zur Förderung von körperlicher Betätigung und Teilnahme am Sport auf allen Ebenen in Betracht zu ziehen. Die Kommission nahm daraufhin ausführliche Konsultationen mit Mitgliedstaaten und Sportorganisationen auf, um aus bestehenden Initiativen zu lernen und umfassende Unterstützung für den Vorstoß zu gewinnen.

Das Ziel der Europäischen Woche des Sports ist es laut Initiatoren, die Teilnahme am Sport zu fördern und das Bewusstsein über die Bedeutung von Sport und körperlicher Bewegung zu schärfen.

Vor dem Hintergrund, dass die Deutschsprachige Gemeinschaft von Juli 2014 bis Juli 2015 die Wortführerschaft für den Sport und damit auch die Koordination der belgischen Aktivitäten im gleichen Zeitraum innehat, ist sie selbstverständlich auch aufgefordert, eigene Initiative auf dem Gebiet der DG zu entwickeln.

Das Breitensportprogramm sah in den vergangenen Jahren eine große Breitensportveranstaltung vor, die „Sportlichste Gemeinde der DG“, die im Jahre 2013 zuletzt in Eupen organisiert wurde. Nach dieser Veranstaltung haben sich viele Gemeinden dafür ausgesprochen, diese Veranstaltung in dieser Form nicht mehr durchzuführen und stattdessen eine gemeindeübergreifende Veranstaltung zu organisieren, die auch auf lokaler Ebene, also in der Gemeinde, machbar sei.

Die Kampagne „Die DG wird FIT – ich mache MIT“ ist einer der Eckpfeiler des für das Jahr 2015 durch den Sportdienst des Ministeriums vorgesehenen Breitensportkonzepts und eine der wichtigsten Maßnahmen für den Bereich des Sports im Regierungsprogramm.

Neben den Rad- und Wandertagen der DG plant der Fachbereich Sport des Ministeriums erstmalig vom Samstag, 5. September, bis zum Freitag, 19. September 2015, die „Europäische Woche des Sports“ in den neun Gemeinden der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

Ziel dieser Initiative ist, möglich viele Menschen aller Altersklassen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft für eine regelmäßige und gesundheitsfördernde sportliche Betätigung zu begeistern und gleichzeitig sportpolitisch relevante Themen während einer Woche in den Fokus der Öffentlichkeit zu setzen.

Während der Woche soll neben bereits bestehenden sportlichen Angeboten, die zu einem einheitlichen Programm zusammengefügt werden, vor allem auch auf interessante und wichtige Themenfelder des Sports, die in der Kompetenz des Ministeriums der Deutschsprachigen Gemeinschaft liegen, eingegangen werden – so die Planungen. Aus sportlicher Sicht ist die Tatsache, dass die Sportveranstaltung gleichzeitig in den neun Gemeinden der DG stattfinden, ein Novum.

Themenschwerpunkte für die Deutschsprachige Gemeinschaft

Die DG wird drei Themenfelder in den Vordergrund rücken, die nach der Europäischen Woche auch weiterhin inhaltlich sportpolitisch aufgearbeitet werden sollen:

  1. Breitensportentwicklung und Sportstättenplanung.
  2. 60 Minuten Bewegung pro Tag, ein Leben lang aber wie?
  3. Ethik und Fair-Play im Sport.

Akademie-Forum in Hannover: „Der Sport: Soziale Instanz und Schule der Demokratie?“

Hannover. Im Rahmen eines Akademie-Forums Sportpolitik der Akademie des Sports im LandesSportBund Niedersachsen werden am 24. September die Ergebnisse einer Studie zum Vereinssport präsentiert. Der Titel des Veranstaltung ab 17.30 Uhr im Forum des LOTTO-Sportinternats am Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10 in Hannover: „Der Sport: Soziale Instanz und Schule der Demokratie? Zwischen Anspruch und Wirklichkeit“.

Sportvereine dienen nicht allein der sportlichen Betätigung, sondern bieten ebenso vielfältige Möglichkeiten der Mitwirkung, Integration und Teilhabe. Sie gelten gemeinhin als bedeutende soziale Instanz und elementarer Bestandteil unserer demokratischen Gesellschaft.

Sporttreiben im Verein wirkt aber nicht zwangsläufig präventiv und integrativ. Sportvereine können auch ausgrenzen. Mitglieder können einer Art Gruppenzwang unterliegen oder von der Mitwirkung ausgeschlossen sein.

Inwieweit kann der Vereinssport als soziale Instanz, als eine Schule der Demokratie wirken? Um dies herauszufinden, hat der LandesSportBund Niedersachsen in Kooperation mit der Universität Bielefeld die Studie „Demokratische Kulturen in Sportvereinen“ durchgeführt, deren Ergebnisse nun erstmals öffentlich präsentiert und diskutiert werden.

• Programm und Anmeldung: Rubrik Veranstaltungen

International aufstellen: Bocholt knüpft Kontakte nach Kolumbien – nicht nur im Sport

Bocholt. Was hat Bocholt mit Südamerika zu tun? Vielleicht demnächst eine ganze Menge: Die 76 000-Einwohnerstadt im Westmünsterland hat jüngst Kontakte geknüpft nach Yumbo (114 000 Einwohner) im Nordwesten Kolumbiens, gelegen in der Region Valle del Cauca. Bürgermeister Peter Nebelo begrüßte eine zwölfköpfige Delegation unter Führung des Bürgermeisters Fernando David Cardenas im Rathaus.

Yumbo ist eine wachsende Industriestadt mit 2000 Unternehmen. Die Anforderungen an die Stadt steigen auf allen Gebieten: Wirtschaft, Stadtplanung, Verkehr, Schule, Bildung, Freizeit, Sport, Medizin. Pläne für den Ausbau der Stadt gibt es bereits. Dreistellige Millionenbeträge etwa fließen in zwei neue Industriegebiete, eine neue Autobahn wird die Verkehrswege in der Region verkürzen.

Gruppenbild der kolumbianischen Delegation mit den Gastgebern aus Bocholt: Sie unterzeichneten eine Absichtserklärung zu kooperieren. Foto: Bruno Wansing, Stadt Bocholt

Gruppenbild der kolumbianischen Delegation mit den Gastgebern aus Bocholt: Sie unterzeichneten eine Absichtserklärung zu kooperieren. Foto oben: Bocholts Bürgermeister Peter Nebelo (rechts) und Yumbos Bürgermeister Fernando David Cardenas tauschen Geschenke aus. Fotos: Bruno Wansing, Stadt Bocholt

Von Bocholt lernen
„Um das Leben der Menschen in Yumbo zu verbessern, möchten wir gerne von Bocholts Erfahrungen lernen, da die Entwicklung hier weiter ist als bei uns“, sagte Bürgermeister Cardenas während des Empfangs. Und so schauten sich die südamerikanischen Gäste Bocholt und die Region aus unterschiedlichen Perspektiven an: Sie besichtigten Firmen, sprachen mit Unternehmern und Wirtschaftsfachleuten, besuchten Schulen und den Hochschulcampus, interessierten sich für Verkehrs- und Stadtplanung, ließen sich deutsche Verwaltungsstrukturen erklären und schauten sich Sport-, Freizeit- und Kulturangebote an.

Bocholt international aufstellen
Beziehungen knüpfen, Erfahrungen austauschen und Geschäftsbeziehungen anbandeln, darum geht’s auch für Bocholt. „Ein strategisches Handlungsfeld der Stadt ist es, Bocholt international immer besser zu vernetzen. Der Kontakt zur Stadt Yumbo eröffnet uns Möglichkeiten und Chancen in vielen Lebensbereichen“, sagt Bocholts Dezernent und Kämmerer Ludger Triphaus. Der Kontakt zwischen den Städten wurde über die Deutsche Sporthochschule Köln gelegt.

Bocholt und Yumbo – geht da künftig was? 
Eine deutsch-kolumbianische Zusammenarbeit wurde am 6. August 2015 im Bocholter Rathaus offiziell besiegelt. Bürgermeister Peter Nebelo und sein südamerikanischer Amtskollege Fernando David Cardenas aus Yumbo unterschrieben eine Absichtserklärung. Darin vereinbaren die Städte eine Zusammenarbeit bei den Themen Wirtschaft, Schule und Bildung, Stadtentwicklung, Städtebau und Sport. Die Vereinbarung dient somit als Grundlage für künftige Austauschprogramme.

Bocholt freut sich über den neuen Kontakt. Die Stadt will das Netz ihrer internationalen Beziehungen vergrößern. „Der Kontakt zur Stadt Yumbo stärkt diese Strategie und eröffnet neue Möglichkeiten und Chancen für Bocholts Wirtschaft, Wissenschaft, Schulen, Vereine und Verwaltung“, sagt Bocholts Dezernent Ludger Triphaus.

Die Betreuung der kolumbianischen Gruppe lag weitestgehend in den Händen von Reinhardt te Uhle, Netzwerk-Servicestelle und Leiter der Europäischen Akademie des Sports (eads).

(pid/and)

Europäische Akademie des rheinland-pfälzischen Sports in Trier feiert im September 25-jähriges Bestehen

Trier. Die Europäische Akademie des rheinland-pfälzischen Sports in Trier feiert im September ihr 25-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass treffen sich die Mitglieder des Europäischen Netzwerkes der Akademien des Sports in Trier. Die Sportakademie mit ihrem Präsidenten Georg Bernarding (Foto) und Geschäftsführer Klaus Klaeren war 1999 Gründungsmitglied des Netzwerkes.

trier-25jahrelogo

Gefeiert wird am Mittwoch, 9. September, im Rahmen eines Festaktes in der Arena Trier am Fort-Worth-Platz 1. Die Sportarena liegt in direkter Nachbarschaft zur Sportakademie an der Herzogenbuscher Straße 56.

 

Professor Dr. Roland Naue (Münster) hält den Festvortrag:

„Europa – Netzwerke im Sport: Wert und Nutzen für die Gesellschaft“

Den Festvortrag zum Thema „Europa – Netzwerke im Sport: Wert und Nutzen für die Gesellschaft“ hält Professor Dr. Roland Naul, Münster. Der Sportwissenschaftler hat unter anderem mit dem Willibald Gebhardt Institut (Essen/Münster) das Gesundheitsprojekt „Gesunde Kinder in gesunden Kommunen“ (gkgk) auf den Weg gebracht und es zu einem wahren Erfolgsprojekt entwickelt – und dies grenzüberschreitend in mehreren Ländern Europas.

Partner der Europäischen Akademie des rheinland-pfälzischen Sports in Trier: Sie feiert am 9. September in der Arena Trier das 25-jährige Bestehen. Foto: and

Partner der Europäischen Akademie des rheinland-pfälzischen Sports in Trier: Sie feiert am 9. September in der Arena Trier das 25-jährige Bestehen. Foto: and

Nach Nauls Vortrag schließt sich eine europäische Gesprächsrunde mit mehreren Vertretern europäischer Organisationen und Hochschulen an. Eine der Teilnehmerinnen ist Karin Augustin (Mainz), Präsidentin des Landessportbundes Rheinland-Pfalz. Wolfram Leibe, Oberbürgermeister der Stadt Trier, und Randolf Stich, Ministerialdirektor im Ministerium des Innern, für Sport und Infrastrukturdes des Landes Rheinland-Pfalz, werden Grußworte sprechen.

 

Vertreter des Netzwerkes nutzen das Silberjubiläum der Sportakademie in Deutschlands ältester Stadt zu einer Arbeitstagung.

Neues und Informatives aus Europa wird laut Netzwerk-Servicestelle in Trier vermittelt, unter anderem zu diesen Themenkomplexen:

  • Erasmus+ Sport mit Michal Rynkowski, Sports Unit, DG Education und Kultur;
  • Erasmus+ Sport: Europäische Woche des Sports in der DG Belgien und Panathlon-Initiative mit Kurt Rathmes aus dem Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens (DG), Eupen;
  • kommunale Sportentwicklungsplanung aus regionaler und europäischer Perspektive mit Professor Dr. Eike Emrich, Saarbrücken;
  • europäischer Qualifizierungsrahmen und Sport mit Camille Dahm, ENEPS Luxemburg und Präsident des Eurosportpools;
  • Interreg Va – Ziele, Merkmale und Förderbereiche.
  • Im zweiten Teil der internen Tagung geht es darum, „Grenzen überwinden – Zusammenarbeit gestalten“: Kooperationsveranstaltung 2016 in Hannover, duale Karriere im Sport, Öffentlichkeitsarbeit.

(and)

In Hannover: „Der Sport – soziale Instanz und Schule der Demokratie?“

Hannover. Die Akademie des Sports in Hannover lädt am Donnerstag, 24. September 2015, zum Akademie-Forum Sportpolitik ein. Thema: „Der Sport – soziale Instanz und Schule der Demokratie? – Zwischen Anspruch und Wirklichkeit“. Die Veranstaltung findet am Standort Hannover am Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10 statt.

Das Forum ist zum einen die Präsentation der Ergebnisse der im Februar und März 2015 von der Universität Bielefeld mit Unterstützung des LandesSportBundes (LSB) Niedersachsen durchgeführten Studie „Demokratische Kulturen in niedersächsischen Sportvereinen“. Zum anderen werden die Ergebnisse in einer anschließenden Podiumsdiskussion diskutiert und reflektiert.

Das Forum findet statt am Donnerstag, 24. September 2015, 17:30 bis etwa 20:30 Uhr.

Junge Europäer beschäftigen sich mit Jugendarbeitslosigkeit 

Bocholt. Unter dem Thema „ZusammenArbeit – TeamWork – Jugendarbeitslosigkeit im Fokus“ findet vom 2. bis 7. August 2015 ein europäischen Fotojugendcamp mit Teilnehmern aus Rossendale (Großbritannien), Bocholt (Belgien), Akmene (Litauen), Aalten (Niederlande), Wien (Österreich) und Bocholt statt.

Mit diesem Fotografie-Projekt unter Leitung des niederländischen Fotografen Joop van Reeken vom Grenzblickatelier in Bocholt-Suderwick (Foto) soll das Thema der Jugendarbeitslosigkeit in Europa fokussiert, oder auch buchstäblich „in den Fokus“ genommen werden. Die jungen Europäer im Alter von 15 bis 20 Jahren sollen sich in gemischten Kleingruppen mit der Arbeit inhaltlich und bildlich am Beispiel Deutschlands und den Niederlanden auseinandersetzen.

Ziel: Tolerant umgehen und den sozialen Zusammenhalt in der EU stärken

In diesem Projekt soll gleichzeitig deutlich gemacht werden, wie sich junge Menschen aktiv in die Zivilgesellschaft einbringen können und damit ihre europäische Bürgerschaft im Allgemeinen und im Besonderen am Beispiel der Arbeitswelt fördern. Die Teilnehmer sollen mit anderen Kulturen und Lebensweisen konfrontiert werden, um solidarisch und tolerant unter jungen Menschen umzugehen und damit den sozialen Zusammenhalt in der EU stärken.

Fotos von verschiedenen Berufen

Im Ergebnis sollen Bilder entstehen, die jungen Menschen Berufe näher bringt, die es sich zu erlernen lohnt und die in ganz Europa verbreitet sind, und in einer späteren Ausstellung europäischen vergleichend gezeigt werden. Die jungen Menschen  nähern sich diesem Thema auf außergewöhnliche Art und Weise, nämlich per Fotografie mit dem Titel „ZusammenArbeit – TeamWork“, die verschiedene Basisberufe, die man überall in Europa findet, darstellt. Sie bekommen durch Vorträge, Exkursionen und Workshops nicht nur spezifische, zu diesem Thema passende Informationen, sondern lernen insbesondere über das Europe-direct Informationszentrum kennen, wie sie die EU verstehen können.

Unterbringung in Gastfamilien

Die enorme Vielfalt, nicht nur im Berufsleben, erkennen sie in den Nationen gemischten Arbeitsgruppen, wo sie sich mit den verschiedenen Kulturen, Gewohnheiten und Informationen aus den jeweiligen Ländern auseinandersetzen müssen. Moderiert und begleitet nähern sie sich durch Museumsbesuche der europäischen Kultur, der mit Kunstwerken verbundenen europäischen Geschichte, dargestellt durch die Fotografie. Untergebracht sind alle auswärtigen Gäste in hiesigen Gastfamilien, so dass sie insbesondere den „German way of life“ hautnah erleben können.

Das Gesamtprojekt wird von der Stadtsparkasse Bocholt gefördert.

(euboh)

Jugendcamp in Bocholt gefördert mit Erasmus+: „Europas Zukunft – das bist du!“

Bocholt. Jugendcamp in der Europastadt Bocholt mit beziehungsreichem Titel: „Europas Zukunft: Das bist Du!“ Vom 29. Juli bis 3. August nehmen 26 italienische und 26 deutsche Jugendlichen im Alter von 14 bis 22 Jahren teil. Für das Projekt konnte die Stadt Bocholt 25.000 Euro durch das EU-Förderprogramm Erasmus+ generieren.

Der erste Austausch zwischen den deutschen und italienischen Jugendlichen fand bereits 2014 in der Gemeinde Nocera Umbra (6000 Einwohner)  in Mittel-Italien statt. „Ziel des Camps ist, dass die Jugendlichen einen Eindruck von der Jugendarbeit hier in Bocholt und Umgebung bekommen“, sagte Mitorganisator Klaus Kriebel. Er berichtete, dass die Gegend rund um Nocera Umbra kaum touristisch erschlossen ist und die Jugendlichen dort kaum Möglichkeiten haben, ihre Freizeit in Form von Vereinen und Jugendtreffs zu gestalten. „Wir bieten ihnen eine Perspektive, sich selbst zu engagieren und die Jugendarbeit in ihrer Heimat mit aufzubauen.“ Begleitet wird die Gruppe von dem Dezernenten Virginio Carparvi. Seitens der Politik sollen in Nocera Umbra verschiedenen Maßnahmen zur Bildung von Jugend unterstützenden Vereinen aufgebaut werden.

Jugendcamp in Bocholt mit Erasmus+: Italienische und deutsche Jugendliche verbringen eine schöne Freizeit. Foto: Bruno Wansing

Jugendcamp in Bocholt mit Erasmus+: Italienische und deutsche Jugendliche verbringen eine schöne Freizeit. Foto: Bruno Wansing

Abwechslungsreiches Programm

Die rund 50 Jugendlichen haben während des Camps die Möglichkeit, verschiedene Arten von Jugendarbeit und Freizeitaktivitäten kennenzulernen und auszuprobieren. So bekamen sie einen Einblick in die Arbeit der Naturerlebnisschule in Raesfeld oder verschiedener Jugendeinrichtungen in Bocholt, Borken und Duisburg. Ein Highlight wird die Fahrt nach Köln zum WDR. In Borken wird der regionale Radiosender Westmünsterlandwelle (WMW) erkundet.

In Xanten, knapp 50 Kilometer von Bocholt entfernt, wird der Archäologische Park besucht: Am Niederrhein hatten sich seinerzeit die Römer niedergelassen.

Die ganze Woche sind die Gäste im Europahaus untergebracht. Die letzte Nacht jedoch verbringen die Italiener in Gastfamilien in Bocholt und Umgebung, bevor es am Montagabend, 3. August, wieder zurück in die italienische Heimat geht.

EU-Förderung

Das gesamte Projekt wird mit 25.000 Euro durch Erasmus+ gefördert. Ohne diese Unterstützung könnte ein solches Projekt nicht organisiert werden, teilte die Stadt Bocholt mit.

(pid/and)

Akademie-Gespräch in Hannover: „Wir wollen die olympische Idee zukunftsfähig machen!“

Hannover. Die Olympische Idee steckt in einer Krise. Deshalb ist die Bewerbung Hamburgs für Olympische und Paralympische Sommerspiele 2024 für den Hamburg Senator für Inneres und Sport, Michael Neumann, ein wichtiges politisches Signal, wie die olympische Idee zukunftsfähig gemacht werden kann. Dies sagte er beim ersten Akademie-Gespräch der Akademie des Sports in Hannover.

Erstes Akademie-Gespräch in Hannover (von links): Akademie-Leiter Karl-Heinz Steinmann, Vorstandsmitglied des BUND Darmstadt Hans Jägemann, Valeska Homburg (NDR-Sportclub), Paralympionikin und Goldmedaillengewinnerin in Athen 2004, Peking 2008 und London 2012 Kirsten Bruhn, Hamburgs Sportsenator Michael Neumann und Volkswirt und Olympiasieger 1988 Prof. Dr. Wolfgang Maennig. Foto: LSB Niedersachsen

Erstes Akademie-Gespräch in Hannover (von links): Akademie-Leiter Karl-Heinz Steinmann, Vorstandsmitglied des BUND Darmstadt Hans Jägemann, Valeska Homburg (NDR-Sportclub), Paralympionikin und Goldmedaillengewinnerin in Athen 2004, Peking 2008 und London 2012 Kirsten Bruhn, Hamburgs Sportsenator Michael Neumann und Volkswirt und Olympiasieger 1988 Prof. Dr. Wolfgang Maennig. Foto: LSB Niedersachsen

„Mit unserem Bewerbungskonzept wollen wir zeigen, dass und wie nachhaltige und sozial gerechte Olympische Spiele in einer demokratischen Gesellschaft mit einer lebendigen Bürgerbeteiligung funktionieren können. Wenn wir im November nach einer intensiven Phase des Bürgerdialoges ein Votum der Bürgerschaft für die Ausrichtung der Sommerspiele in Hamburg haben, dann ist das ein ganz besonderes politisches Pfund im internationalen Wettbewerb um die Ausrichterstadt 2024“, zeigte sich Neumann beim Akademie-Gespräch „Olympia 2024 – Was bedeutet die nationale Entscheidung für Sportdeutschland und Niedersachsen?“ überzeugt. In gewisser Weise sei Deutschland auch in der Pflicht, sich zu bewerben. „Wer andere Staaten kritisiert, muss auch selbst in die Bütt gehen und zeigen, dass er es anders macht.“

Aktuell sehe er seine Aufgabe vor allem darin, die Köpfe und Herzen der Menschen zu erreichen, sie für die Spiele zu interessieren. Das werde in Hamburg gelingen. Für die Spiele selbst wünsche er sich zudem Jedermann-Events mit den Spitzenathleten aus aller Welt.

Mehrfache Paralympics-Goldmedaillengewinnerin Kirsten Bruhn Gast beim Akademie-Gespräch

Schwimmerin Kirsten Bruhn, Goldmedaillengewinnerin zuletzt bei den Paralympischen Sommerspielen 2012, hält mehr Investitionen in die Sportinfrastruktur und eine bessere auch finanzielle Unterstützung von Spitzensportlern für „ein Muss“, wenn sich Deutschland bewerbe. Maennig warnte, die öffentliche Debatte um Olympische Spiele auf „Stadtentwicklung“ zu reduzieren. Zwar gebe es dieses „Barcelona-Syndrom“ bei vielen Bewerbern seit 1992. Allerdings sei die Situation von Barcelona zum Zeitpunkt der Bewerbung eine historisch andere gewesen als etwa die von Hamburg heute. Neumann folgte im grundsätzlich, betonte aber auch: „Wir sagen mit unserer Bewerbung auch, dass auch Norddeutschland wieder verstärkt Infrastrukturmaßnahmen benötigt.“

Ob die „Agenda 2020“, das Reformpaket, mit dem IOC-Präsident Thomas Bach u.a. die Bewerbungskosten für Olympische Spiele senken und die Transparenz erhöhen will, konkrete Auswirkungen auf den Entscheid und die Umsetzung der Spiele haben werden, blieb in der Diskussion offen. Neumann machte allerdings klar, dass für den Hamburger Senat die bürgerschaftlichen Standards für Transparenz, Nachhaltigkeit und Beteiligung gegenüber dem IOC nicht verhandelbar seien. Unstreitig sei jedoch, so die Sportinfrastruktur profitiere. „Für die Athleten werden neben den eigentlichen Sportstätten rund 100 Trainingsstätten benötigt, die bis 2024 modernisiert werden müssen.“ Deshalb würden von Olympischen Spielen sowohl für den Breiten- als auch den Leistungs- und Spitzensport Impulse ausgehen.

Kritik am IOC äußerte Hans Jägermann (ehemalige Mitarbeiter des Deutschen Sportbundes und heute Vorstandsmitglied des BUND Darmstadt). „Warum müssen Stadien mit 80.000 Plätzen gebaut werden, für die es später keine Nachnutzung gibt, wenn sowieso nicht alle Kartenwünsche bedient werden können?“

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ESAB-Kuratorium blickt in Brandenburg auf zehn erfolgreiche Jahre zurück

Brandenburg/Potsdam. In Brandenburg an der Havel wurden zur ordentlichen Kuratoriumssitzung der Europäischen Sportakademie Land Brandenburg (ESAB) mit Sitz in Potsdam durch die Kuratoriumsvorsitzende Dr. Martina Münch, ehemalige Bildungsministerin im Brandenburger Landtag und seit Oktober 2004 SPD-Landtagsmitglied, die gemeinsamen Ergebnisse beleuchtet.

Das ESAB-Kuratorium blickte bei der jüngsten Stizung auf ein zehnjähriges erfolgreiches Bestehen zurück. Foto: ESAB

Das ESAB-Kuratorium blickte bei der jüngsten Stizung auf ein zehnjähriges erfolgreiches Bestehen zurück. Foto: ESAB

Im Beisein von Brandenburgs Europaminister Dr. Helmuth Markov und der Vertreter aus der Region Skane (Südschweden), der Wojewodschaften Lubuskie und Zachodniopomorskie (beide Polen), Brandenburgs und der Stadt Brandenburgs wurde der Präsident des Lebuser Landtags, Czeslaw Fiedorowicz, zum stellvertretenden Kuratoriumsvorsitzenden berufen.

Gleichzeitig schied das Kuratoriumsmitglied Boguslaw Andrzejczak planmäßig aus dem Kuratorium aus. Martina Münch wünschte Czeslaw Fiedorowicz alles Gute für seine neue Funktion und bedankte sich für das langjährige Engagement, das Boguslaw Andrzejczak für die ESAB geleistet habe.

Die Vorsitzende Martina Münch zog eine äußerst positive Bilanz der zehn Jahre. Zugleich bekräftigte sie, dass „der Sport auch in schweren Zeiten Verbindungen schafft, um den europäischen Gedanken weiterzutragen“.
Beispiele der gemeinsamen deutsch-polnisch-schwedischen Zusammenarbeit:

  • Beratungen in den Grenzregionen
    • Vereine im grenznahem Raum (Versicherungsfragen im Sportverkehr)
    • EU-Fördermöglichkeiten für Sportvereine
  • Erfahrungsaustausch
    • deutsch-polnischer Sportschulen
    • deutsch-schwedischer Leistungszentren
    • Auszubildenden- und Studentenaustausch
    • WOSiR Drzonków und Sport- und Bildungszentrum Lindow
  • Tagungen und Kongresse zu Schwerpunktthemen
    • Nachhaltiges Sportstättenmanagement
    • deutsch-polnische Hochschultagungen in der Sportwissenschaft
    • Teilnahme im SUNNE Netzwerk in Skane
  • Sportveranstaltungen, Trainingslager und Bildungsprojekte
    • Europasportfest in Cottbus
    • Trainingslager der Lebuser Sportler
    • Teilnahme an den Baltischen Jugendsportspiele
    • European Masters Games in Malmö (Schweden)
    • erste grenzübergreifende Sportmanagerausbildung in Brandenburg und Lubuskie
  • Strukturschaffung
    • erstes deutsch-polnisches Büro der ESAB in Drzonków
    • Initiierung des Kooperationsvertrags zwischen Mecklenburg-Vorpommern, Zachodniopomorskie, Lubuskie und Skane
Sitzung in Brandenburg an der Havel: Kuratoriumsvorsitzende Dr. Martina Münch, umrahmt vom LSB-Vorsitzenden Wolfgang Neubert (links), Europaminister Dr. Helmuth Markov und dem Lebuser Landtagspräsident Czeslaw Fiedorowicz (rechts). Foto: ESAB

Sitzung in Brandenburg an der Havel: Kuratoriumsvorsitzende Dr. Martina Münch, umrahmt vom LSB-Vorsitzenden Wolfgang Neubert (links), Europaminister Dr. Helmuth Markov und dem Lebuser Landtagspräsident Czeslaw Fiedorowicz (rechts). Foto: ESAB

Europaminister Markov bekräftigte, dass „in der Brandenburger Verfassung die Stärkung des Verhältnisses zwischen Polen und Brandenburg festgeschrieben“ sei und das Ministerium das Kuratorium als Instrument zur Umsetzung dieser Ziele weiter unterstützen werde.

Die Vizemarschallin aus Zachodniopomorskie, Anna Mieczkowska, wünschte sich weitere Impulse durch das Kuratorium und eine intensive Zusammenarbeit in der neuen Förderperiode 2014-2020 zwischen den Ländern.

Abschließend brachte es der neue stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende Fiedorowicz auf den Punkt und dankte allen für das konstruktive Miteinander und die persönliche Unterstützung: „Das Kuratorium ist ein wichtiges politisches Gremium, das als ausgezeichnete Basis für neue Projekte funktioniert. Das ist entscheidend, um grenzübergreifende Projekt umzusetzen.“

Im Ausblick auf kommende Projekte nannte der Geschäftsführer der ESAB, Manfred Wothe, Schwerpunkte wie das deutsch-polnische Projekt „Gesunde Kinder in gesunden Kommunen“ (gkgk) und das EU-Projekt „Duale Karriere im Sport“. Beide Maßnahmen werden laut Wothe 2016 starten.

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Vom Lernort Sportverein: Sport – Bildung – Teilhabe

Hannover. Das Akademie-Forum „Sport – Bildung – Teilhabe! Vom Lernort Sportverein zum Mitwirken in den Bildungsregionen Niedersachsens“ fand in der Akademie des Sports großen Anklang.

Es informierte, sensibilisierte und machte Mut, dass der Sport(verein) zukünftig in Bildungsnetzwerken oder Bildungslandschaften mitwirkt und ein selbstverständlicher Partner ist.

Der Hintergrund: Am 26. Januar 2015 haben das Land Niedersachsen und die kommunalen Spitzenverbände ein Rahmenkonzept für Bildungsregionen in Niedersachsen vorgestellt und veröffentlicht.

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Großen Anklang fand das Hannoveraner Akademie-Forum "Sport – Bildung – Teilhabe!" Foto: Akademie des Sports

Großen Anklang fand das Hannoveraner Akademie-Forum „Sport – Bildung – Teilhabe!“ Foto: Akademie des Sports