Trier/Dresden/Cottbus/Potsdam. Eine informative dreitägige Bildungsreise Sport nach Dresden, Cottbus und Potsdam mit der Besichtigung von Sport- und Bildungseinrichtungen ist äußerst positiv aufgenommen worden.

Vom 13. bis 15. November trafen sich 16 Teilnehmende des Netzwerks der Europäischen Akademien des Sports, um an der Bildungsreise nach Sachsen und Brandenburg teilzunehmen. Die Delegation setzte sich zusammen aus Vorstand und Mitarbeitern der Sportakademie Trier, Sportkreisvorsitzende aus Trier-Saarburg und Ahrweiler, Abgeordnete des Sportrates der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und Fachpädagogen.

Das Programm wurde von der Sportakademie Trier gestaltet und zusammen mit den Netzwerkpartnern vor Ort organisiert. Die Sportakademie Trier führte die Teilnehmenden in die sportbezogenen Themen ein. Jeder Teilnehmer erhielt eine entsprechende Infomappe bei Antritt der Reise. Es wurden Besichtigungen in der Landeshauptstadt Dresden sowie der Landesshauptstadt von Brandenburg, Potsdam, organisiert.

Modernste Möglichkeiten im Ostragehege in Dresden

Inhaltlich war die Besichtigung des Sportgymnasiums Dresden mit der Einführung in dessen Arbeit und einem Rundgang mit der Schulleiterin Becker der erste Programmpunkt. Die Gespräche zwischen der Reisedelegation und Ansprechpartnern der Eliteschule des Sports und dem Bildungswerk des Landessportbundes Sachsen erwiesen sich als interessant und aufschlussreich. Hier konnten aktuelle Fachthemen angesprochen und gleichzeitig bildungspolitische Fakten beleuchtet werden.

Getrennt nach Schulart – Mittelschule oder Gymnasium – stehen für die sportbegabten Talente modernste Unterrichts- und Trainingsmöglichkeiten im neu errichteten Sportschulzentrum im Ostragehege in Dresden zu Verfügung. Den hohen Anforderungen im Leistungssport ohne schulischen Nachteil begegnet die Schulleitung mit einem Ganztagsangebot und der Möglichkeit einer Schulzeitstreckung.

Das Programm des zweiten Fachtages begann an der Lausitz-Arena und der Lausitzer Sportschule in Cottbus, eine moderne und energieeffizient gebaute und ästhetisch schöne Schule, in der über 570 Schüler von 75 Lehrkräften (davon 25 Lehrertrainer) und 25 Internatspädagogen im Ganztagsmodell betreut werden.

Wolfgang Neubert, Schulleiter und Präsident des Landessportbundes Brandenburg, erklärte, dass das Erreichen qualifizierter Abschlüsse bei gleichzeitig optimaler sportlicher Förderung und bestmöglicher Vorbereitung auf Lehre oder Studium das Hauptziel der Schule sei. Die Gewährleistung kurzer Wege zwischen Trainingsstätte, Schule, Internat und Sportmensa garantiere optimale Bedingungen für die Schüler; hiervon konnte sich die Reisegruppe beim Besuch von Radsportbahn, Leichtathletikhalle und Lausitz-Arena überzeugen.

„Eliteschule des Sports“ und „Eliteschule des Fußballs“ in Cottbus

Besuch von Sportstätten im Osten, hier vor der Lausitz-Arena in Cottbus. Foto: Sportakademie Trier

Besuch von Sportstätten im Osten, hier vor der Lausitz-Arena in Cottbus. Foto: Sportakademie Trier

1997 erhielt die Schule die Auszeichnung „Eliteschule des Sports“, und 2006 wurde der Schule der Titel „Eliteschule des Fußballs“ vom Deutschen Fußballbund verliehen. In der abschließenden Diskussion zeigten sich alle von der Qualität des pädagogischen, räumlichen und personellen Angebotes überzeugt.

Am Nachmittag erreichte die Gruppe Potsdam, wo man von Manfred Wothe, Geschäftsführer der Europäischen Sportakademie Land Brandenburg (ESAB), begrüßt wurde und gemeinsam eine Stadtbesichtigung unternahm.

„Potsdamer Modell“

Der dritte Fachtag begann mit der Vorstellung der Sportschule Potsdam durch die Schulleiterin Rossmann, die vor einer Führung durch das Haus das „Potsdamer Modell“ der Eliteschule des Sports erklärte und auf das Thema „Additives Abitur“ einging.

Nach dem Besuch der Sportstätten, Arena und Schwimmhalle sowie der neuen MSB-Arena erhielt die Netzwerkgruppe an der Europäischen Sportakademie Brandenburg Informationen zur Arbeit der ESAB Brandenburg. Einer Verlautbarung des DOSB – „Man hat in Potsdam mit dieser Fachhochschule im Sport ein deutschlandweit einzigartiges System geschaffen, das sich in seiner Struktur flexibel den einzelnen Lern- und Lebensbedingungen anpasst“ – konnte sich die Expertengruppe nach einem Vortrag von Professor Dr. Wieck nur anschließen. Das Prinzip der ESAB, „Bildung aus einer Hand“, sichere zukunftsorientierte, vielseitige und qualitativ hochwertige Angebote durch drei Säulen:

  1. Verbandliche Bildung,
  2. Berufsausbildung,
  3. Studium zum Bachelor of Arts.

Für die vielfältigen Informationen unter der kundigen Leitung der Netzwerk-Kollegen aus Sachsen und Brandenburg bedankte sich die Besuchergruppe abschließend. 2014 soll ein Gegenbesuch in den Niederlanden, Deutschland und den Benelux-Ländern erfolgen.

Petra Job