Festakt zum 20-jährigen Gründungsjubiläum: Das Europäische Netzwerk der Akademien des Sports (ENdAS) begrüßte in Potsdam EU-Regionalausschuss-Präsident Karl-Heinz Lambertz, den stellvertretenden Ministerpräsident Christian Görke, Bildungsministerin Britta Ernst und Vertreter der 19 Mitgliedsorganisationen.

Potsdam, 24.10.2019

Vor 20 Jahren wurde der europäische Verbund in Trier von der Führungs-Akademie Deutscher Sportbund Berlin, der Europäischen Sportakademie Cottbus, der Europäischen Akademie des rheinland-pfälzischen Sports Trier und der Europäischen Akademie des Sports Velen gegründet. Seitdem setzt sich das Netzwerk für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Sport ein. Der stetige, aktive Austausch – ob auf wissenschaftlicher oder sportlicher Ebene – trägt Früchte: Inzwischen ist das Netzwerk auf 19 Institutionen angewachsen, die sich im grenznahen Raum einsetzen.

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 20. Gründungsjubiläum des Europäischen Netzwerkes der Akademien des Sports verdeutlichte der Präsident des Ausschusses der Regionen, Karl-Heinz Lambertz, die Bedeutung der Arbeit des Netzwerkes für die europäische Gemeinschaft: „Wenn man 20 Jahre in Europa zusammenarbeitet, ist das eine richtige Leistung. Grade wenn diese zwei Jahrzehnte so bewegt waren wie die zurückliegenden. Für Europa und für den Zusammenhalt in Europa spielt Sport eine ganz entscheidende Rolle. Man kann über Sport ein Stück Europagefühl erleben und Vielfalt entdecken – und trotz Wettbewerb zusammenhalten. Denn grade zwischen Ländern, Gemeinden und Städten entstehen durch Sport Beziehungen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ermöglicht uns außerdem zu schauen, wie es die anderen machen. Nur so können wir uns weiterentwickeln und das ist genau das, was das Netzwerk so erfolgreich macht. Dazu gratuliere ich ganz herzlich im Namen der Europäischen Union und des Ausschusses der Regionen im Besonderen“.

Der Sport bringt die Menschen zusammen: Die Redner, unter Ihnen der Stellvertretende brandenburgische Ministerpräsident Christian Görke, die brandenburgische Sportministerin Britta Ernst, der Präsident des Landessportbunds Brandenburg, Wolfgang Neubert, der Präsident der EuroRegion Spree-Neiße-Bober, Czesław Fiedorowicz und der Präsident des EuroSportPools, Georg Bernarding, nannten dafür zahlreiche Beispiele aus den vergangenen zwei Jahrzehnten. „Dieses Netzwerk ist die Grundlage und ein gelungenes Beispiel für aktiven und europäischen Austausch aller Akteure. Durch die Netzwerkarchitektur werden Brücken zwischen Ländern und Regionen gebaut und das Zusammenwirken mit dem Sport gestärkt, das ehrenamtliche Engagement wird gestärkt und sogar die Gesundheit gefördert. Das Netzwerk ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Erfolgsgeschichte“, so Christian Görke.

Im Rahmen des Festakts wurde vor Gästen aus Politik, Sport und Vertretern der 19 Mitgliedsorganisationen die Medizinische Universität Wien in das Netzwerk aufgenommen. Mit der größten medizinischen Lehranstalt Österreichs gewinnt das Netzwerk einen bedeutenden Partner hinzu und zählt dann 19 Mitglieder aus neun Ländern. Prof. Dr. Thomas Dorner, stellv. Leiter des Zentrums für Public Health, blickt mit Freude auf zukünftige Projekte: „Wir haben Projekte auf lokaler Ebene, wie das Buddy Projekt, auf nationaler Ebene, wie die Gesundheitsempfehlungen und jetzt sind wir sehr froh, dass wir auch europäisch tätig sein können, hier in diesem Netzwerk“.

Info: Die Jahrestagung des Europäischen Netzwerkes der Akademien des Sports findet vom 24. bis 25. Oktober in Potsdam statt. Das Netzwerk wird seit 2017 über den Netzwerkservice der Europäischen Sportakademie Land Brandenburg koordiniert.