Vom Lernort Sportverein: Sport – Bildung – Teilhabe

Hannover. Das Akademie-Forum „Sport – Bildung – Teilhabe! Vom Lernort Sportverein zum Mitwirken in den Bildungsregionen Niedersachsens“ fand in der Akademie des Sports großen Anklang.

Es informierte, sensibilisierte und machte Mut, dass der Sport(verein) zukünftig in Bildungsnetzwerken oder Bildungslandschaften mitwirkt und ein selbstverständlicher Partner ist.

Der Hintergrund: Am 26. Januar 2015 haben das Land Niedersachsen und die kommunalen Spitzenverbände ein Rahmenkonzept für Bildungsregionen in Niedersachsen vorgestellt und veröffentlicht.

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Großen Anklang fand das Hannoveraner Akademie-Forum "Sport – Bildung – Teilhabe!" Foto: Akademie des Sports

Großen Anklang fand das Hannoveraner Akademie-Forum „Sport – Bildung – Teilhabe!“ Foto: Akademie des Sports

Akademie-Forum „Natur sportlich erleben – (k)ein Ende im Gelände?“

Clausthal-Zellerfeld. Die Akademie des Sports lud am 21. Juni 2015 zum Akademie-Forum „Natur sportlich erleben – (k)ein Ende im Gelände?“ am Standort Clausthal-Zellerfeld ein. Das Forum war Teil des landesweiten Aktionstages „Natur aktiv erleben“. In aktiven Pausen lernten die Teilnehmenden Natursportangebote kennen, das „Parksportabzeichen“ wurde erprobt. Vorträge hielten Dr. Stefan Türk vom Institut für Natursport und Ökologie der Deutschen Sporthochschule Köln, der Sportwissenschaftler Dr. Jan Gerlach und Dr. Michael Lücke vom Niedersächsischen Forstamt Clausthal. An der Podiumsdiskussion – geführt vom früheren Akademieleiter Hermann Grams – beteiligten sich der Leiter des Nationalparkes Harz, Andreas Pusch, und der Vorsitzende der IG Klettern, Axel Hake.

Natur aktiv erleben: Eine interessante Diskussion in Clausthal-Zellerfeld unter Leitung von Hermann Grams (rechts). Foto: Akademie des Sports

Natur aktiv erleben: Eine interessante Diskussion in Clausthal-Zellerfeld unter Leitung von Hermann Grams (rechts). Foto: Akademie des Sports

Das von Hermann Grams moderierte Akademie-Forum fand in Zusammenarbeit mit dem LandesSportBund (LSB) Niedersachsen statt. In drei Vorträgen wurde dargestellt, was Natursport überhaupt ist. Aus dem Vortrag von Dr. Stefan Türk vom Institut für Natursport und Ökologie der Deutschen Sporthochschule Köln ging hervor, dass Bewegung in der Natur auch eine Suche nach intensiven Sinnesreizen ist: Sie beinhalte sowohl das Bewegungs- als auch das Naturerleben.

Der Einfluss des Sportreibens in der Natur auf Tiere und Pflanzen kann durch gezielte Maßnahmen behoben werden, wie durch die gezielten Lenkung von Natursportarten, um Störungen und Belastungen auf ein Minimum zu reduzieren. Ergänzend betonte Dr. Jan Gerlach (Sportwissenschaftler im Bereich Natursport), dass die Natur eine enorme Bewegungsvielfalt mit einer großen Ausdifferenzierung beim Sporttreiben biete.

Zudem sei die Bewegung im Freien ein Eckpfeiler für Gesundheit und Wohlbefinden sowie für das Lernen im Rahmen der Erlebnispädagogik. Vor der abschließenden Plenumsdiskussion mit den zusätzlichen Teilnehmern Andreas Pusch (Leiter des Nationalparks Harz) und Axel Hake (Vorsitzender der Interessengemeinschaft Klettern Niedersachsen) stellte Förster Dr. Michael Lücke vom Forstamt Clausthal die vielen Möglichkeiten des Sporttreibens im Harz vor. Sowohl im Sommer als auch im Winter biete der Harz einer Vielzahl an Sportarten Raum, der durch die Tatsache begünstigt wird, dass nur ein Prozent des Westharzes (Bundesdurchschnitt 47 Prozent) Privatwald ist. Dadurch wird nahezu der gesamte Wald des Westharzes von den Landesforsten verwaltet, was die Erarbeitung gemeinsamer Lösungen erleichtert.

Einvernehmliche Vereinbarungen finden

Der Tenor der Plenumsdiskussion war, dass zum gemeinsamen Auskommen von Sportlern und „Beauftragten der Natur“ miteinander geredet werden müsse, um einvernehmliche Vereinbarungen zu finden. Andreas Pusch unterstrich, dass alle Beteiligten vernünftig und in gegenseitiger Achtsamkeit zusammenarbeiten müssten.

Axel Hake betonte die Wichtigkeit des Dialoges zwischen organisierten und unorganisierten Sportlern sowie der zu erfolgenden sozial-gesellschaftlichen Entwicklung aller Beteiligten. Es müsse eine Sensibilisierung aller Betroffenen erfolgen, die Bedürfnisse und Ansprüche der Natur, aber auch anderer Natursportler wie Wanderer, Reiter oder Mountainbiker zu respektieren und aufeinander Rücksicht zu nehmen.

Parksportabzeichen abgelegt

Zeitgleich konnten Besucher auf dem Außengelände der Akademie des Sports das Parksportabzeichen ablegen, das als einfacher Fitness-Test einen niedrigschwelligen Einstieg in das Deutsche Sportabzeichen ermöglicht. Außerdem erkundeten die Teilnehmer per Kanu und Stand-Up-Paddling den in unmittelbarer Nähe des Geländes der Akademie des Sports in Clausthal-Zellerfeld gelegenen Unteren Eschenbacher Teich sowie dessen Umgebung. Ein Highlight stellte Paragliding dar. Mit zwei Lehrschirmen sausten die Teilnehmer den Tartanplatz auf und ab und konnten so einen Einblick in diese Sportart gewinnen.

Weitere Möglichkeiten der Bewegung in der Natur waren Skiken, eine Art Biathlon auf Crossskates, Klettern, Slacklining und Mountainbike fahren.

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EU-Programme für internationale Begegnungen im Europahaus vorgestellt

Bocholt. 14 Teilnehmer von Schulen, Vereinen und Auslandsgesellschaften informierten sich  im Europahaus in Bocholt, in dem auch die Servicestelle des Europäischen Netzwerkes der Akademien des Sports ihren Standort hat, wie man Anträge für die neuen EU-Förderprogramme richtig stellt.

Das Institut für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit (IPZ) hatte zu diesem Workshop gemeinsam mit dem Europabüro und dem Europe-direct Informationszentrum Bocholt eingeladen.

EU-Fördergelder zu erhalten – nicht immer ganz einfach. Fotos: Colourbox.com

EU-Fördergelder zu erhalten – nicht immer ganz einfach. Fotos: Colourbox.com

In dem Workshop erfuhren die Teilnehmer, die überwiegend aus Nordrhein-Westfalen kamen, welche Änderungen mit der Programmgeneration 2014 bis 2020 eingetreten sind und welche Themen die Europäische Kommission in diesem Jahr fördert. Außerdem erhielten sie von der IPZ-Seminarleiterin Marijke Mulder Tipps, wie man ein förderfähiges Projekt gestaltet und auf welche Finessen bei der Antragstellung zu achten sei.

Schritt für Schritt durch den Antrag

Marijke Mulder präsentierte verschiedene Beispiele von erfolgreichen EU-Anträgen aus den Programmbereichen „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ sowie Erasmus +. Darüber hinaus zeigte sie Schritt für Schritt, wie man die für die Programme erforderlichen Anträge ausfüllen muss.

Austausch und Informationen

In dem Workshop hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, für ihre Projekte nach Fördermöglichkeiten zu fragen. Außerdem erfuhren sie, wie wichtig für die Antragstellung der Persönliche Identifizierungscode (PIC) ist, ohne die keine Organisation oder Verein einen Antrag bei der Europäischen Kommission stellen kann. Praktische Tipps, etwa durch die Einbeziehung eines Europe-direct Informationszentrums in die Programmgestaltung, lieferten wertvolle Informationen, um europäische Gelder zu bekommen.

Besonders zu beachten seien bei jedem Förderantrag, so Marijke Mulder, die Antragsfristen und Förderrichtlinien. Manchmal scheiterten Projekte schon im Vorfeld, da wesentliche Voraussetzungen wie Teilnehmerzahl, Alter, Beteiligung anderer Länder oder mehr nicht erfüllt seien.

Informationen zu Europa

Interessierte können Informationen zu europäischen Fördermitteln und allgemeine zu Europa im Europabüro Bocholt, Europa-Haus, Adenauerallee 59, 46399 Bocholt, Telefon 02871 21765-624, erfragen.

„Engagement braucht Leadership“: Gute Resonanz

Bocholt. Das Projekt „Engagement braucht Leadership“ geht in Bocholt in die zweite Runde. Ergebnisse der Auftaktveranstaltung werden am Donnerstag, 18. Juni 2015, um 19 Uhr im Seglerheim des Bocholter Yachtclubs, An der Königsmühle 3a in Bocholt, vorgestellt.

Mit dem Projekt der Robert-Bosch-Stiftung möchte die Ehrenamtsförderung der Stadt Bocholt ehrenamtliche Vereinsvorstände aktiv bei der Gewinnung von Nachfolgern unterstützen, teilt die Stadt mit.

Von  der aktiven Laufbahn Vereine auch passiv unterstützen: In Bocholt startet ein neues Projekt, um Ehrenamtlich für Sportvereine zu gewinnen. Foto: Colourbox.de

Von der aktiven Laufbahn Vereine auch passiv unterstützen: In Bocholt startet ein neues Projekt, um Ehrenamtlich für Sportvereine zu gewinnen. Foto: Colourbox.de

Erste Ergebnisse liegen vor

Bereits die Auftaktveranstaltung am 1. April des Jahres im Ratssaal war mit 35 Teilnehmern auf große Resonanz gestoßen. Aus den Ergebnissen des bei der Auftaktveranstaltung angebotenen „World-Café“ und der Auswertung von Fragebögen wurde inzwischen von den Projektleitern ein attraktives „Qualifizierungs- und Schulungsangebot“ erstellt.

Die Ergebnisse aus der Auftaktveranstaltung und auch aus einer sehr aufschlussreichen Studie der Regionale 2016 „Vereine im ZukunftsLand Regionale 2016“ werden in einem ersten Austauschforum vorgestellt.

Zehn Workshops und Schulungen bis Sommer 2016

Unter der Moderation von Dr. André Wolf (Projektmanager der Regionale 2016) wird außerdem das auf den Bedarf der Vereine erstellte Veranstaltungsprogramm des Projektes „Engagement braucht Leadership“ vorgestellt, und es werden erste positive Lösungsansätze gemeinsam erarbeitet.

• Anmeldungen: Rainer Howestädt, Telefon 02871 953-503,  ehrenamt@mail.bocholt.de

Eurosportpool lädt zum Balance-Turnier: Miteinander und Toleranz

Luxemburg. Der Eurosportpool zum Street-Soccer-Balance-Turnier ins Institut National des Sports nach Luxemburg ein. Mit von der Partie: 15 Kinder des fünften und sechsten Schuljahres des Königlichen Athenäums St.Vith, die zusammen mit Partnerschulen aus der Provinz Luxemburg, Lothringen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und des Großherzogtums Luxemburg unvergessene Sport-Erlebnistage verbrachten.

Das Balance-Projekt, das von den verschiedenen Sportinstitutionen der Länder erarbeitet wurde, zielt darauf ab, bei Kindern und Jugendlichen schon frühzeitig das Verständnis für Toleranz, Fairness und Menschlichkeit zu wecken und zu fördern.

Dies sei in Anbetracht der immer wieder zu beobachtenden Ausschreitungen keine Selbstverständlichkeit und lasse demnach eine Anleitung zu gegenseitiger Achtung schon im Kindesalter sinnvoll erscheinen. Natürlich seien diese Beobachtungen nicht ausschließlich im Sport- und hier besonders im Fußballbereich festgestellt worden, denn auch in der Freizeit von Kindern und Jugendlichen stellten Pädagogen eine stets gravierender werdende Form von moralischer und sozialer Verrohung fest.

Eurosportpool-Turnier in Luxemburg: Street-Soccer-Balance-Teilnehmer schließen grenzenlose Freundschaften. Foto: grenzecho.net

Eurosportpool-Turnier in Luxemburg: Street-Soccer-Balance-Teilnehmer schließen grenzenlose Freundschaften. Foto: grenzecho.net

Seit 2006 Balance-Turniere

Der Fußball sei indes ein perfektes Medium, um auf diese Gefahrenherde der zwischenmenschlichen Beziehungen hinzuweisen und einzugehen. Die entscheidenden Werte werden somit seit der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland unter der Projektbezeichnung „Balance“ spielerisch und nachhaltig vermittelt.

Beim Treffen in Luxemburg bildeten Kleinfeldturniere, die nach einem speziellen pädagogischen Konzept unter der Anleitung von sogenannten Teamern ohne Schiedsrichter durchgeführt wurden, den Schwerpunkt. Die jeweiligen Teams bestanden aus acht Spielern beiderlei Geschlechtes, die während 15 Minuten gegeneinander spielten.

Neben dem sportlichen Aspekt hatten die Organisatoren zudem mit einer Besichtigungstour durch Luxemburg eine touristisch-kulturelle Zusatznote vorgesehen. Für die Koordination vor Ort zeichnete der ostbelgische Langstreckenläufer und Sportpädagoge Roger Königs verantwortlich.

Das Zusammenspiel von jungen Menschen verschiedenen Alters (10 bis 14 Jahre), verschiedenen Geschlechts, verschiedener Herkunft sowie von behinderten und nicht behinderten Kindern und Jugendlichen könne laut Projektautoren wesentlich dazu beitragen, das Miteinander zu verbessern und das Anderssein zu tolerieren. (gh/grenzecho.net Luxemburg).