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8. Mai 2010
INTERREG IV A-Projekt „Gesunde Kinder in gesunden Kommunen“ und EU-Gesundheitsprojekt „Healthy Children in Sound Communities“ auf den Weg gebracht
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Richtungsweisender Schritt in Velen: Tagungsteilnehmer des
EU-Gesundheitsprojekts „Healthy Children in Sound Communities“ (HCSC). Foto: andresen-presseservice
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Velen. Kinder in Europa sollen gesunden. Anstöße und Anregungen zu diesem großen Ziel sind während eines möglicherweise richtungsweisenden Kongresses im Sportschloss Velen gegeben worden.
Vertreter zahlreicher Organisationen aus Polen, Tschechien, Österreich, Italien, Großbritannien, den Niederlanden und Deutschland konferierten zwei Tage, um das
bereits in Holland und Deutschland erfolgreich angelaufene Gesundheitsprojekt „Gesunde Kinder in gesunden Kommunen“ (gkgk) auf den Weg zu bringen: Es nimmt nach dem Velener Symposium europaweit
seinen Lauf als EU-Projekt „Healthy Children in Sound Communities“ (HCSC).
Strategie, Struktur und Erfahrungen der bis her gut angelaufenen
Gesundheitssache sollen transferiert werden. Die sechs teilnehmenden Nationen
sind: Polen, die Tschechische Republik, Italien, Großbritannien, die Niederlande und Deutschland.
„Wir haben mit der Tagung in Velen einen Riesenschritt getan“, sagte Professor Dr. Roland Naul, Leiter des Willibald-Gebhardt-Instituts Essen
(WGI), das nach langer Vorarbeit im Frühjahr 2009 als Projektträger mit gkgk in der Grenzregion zwischen Deutschland und den Niederlanden
starten konnte. Einer der Kooperationspartner ist die Europäische Akademie des Sports, die als Vorsitzender des Netzwerkes der Europäischen Akademien des Sports im Rahmen eines Netzwerkforums Gastgeber in Velen
war.
Als Veranstalter traten das WGI (für gkgk und HCSC) und die Deutsche Sportjugend (für HCSC) auf. Das Projekt „Healthy Children in Sound Communities“ wird durch die EU-Kommission Erziehung und Kultur (Education and Culture DG)
gefördert, das Projekt „Gesunde Kinder in gesunden Kommunen“ ist ein Projekt der Euregio Rhein-Waal und wird durch das INTERREG IV
A-Programm unterstützt.
Hintergrund der europaweiten Gesundheitsaktivitäten sind besorgniserregende Berichte über die Zunahme von Haltungsschäden, unzureichende Koordinationsfähigkeit, Defizite bei körperlichen Ausdauerleistungen oder Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen – dieser Trend negativer Auswirkungen nimmt europaweit ständig zu, haben wissenschaftliche Studien bewiesen.
Die Folgen des ungesunden Gesundheitsbildes der Europäer sind Krankheitsbilder, die nicht nur den Einzelnen belasten, sondern in
erheblichem Ausmaß das Gesundheitswesen und die Sozialsysteme. Bewegungsmangel wirkt sich auch bei
kognitiven Lernprozessen negativ aus – in zunehmendem Maße leiden Schüler an mangelnder Konzentrationsfähigkeit und abnehmender Lernbereitschaft.
Gesundes Frühstück – walking bus – Messverfahren
Dass Sport, Bewegung und richtige Ernährung unerlässliche Elemente der Gesunderhaltung und der Gesundheitserziehung sind, konnte
bereits beim Euregio-Projekt „Gesunde Kinder in gesunden Kommunen“ grenzüberschreitend erprobt werden. Davon erhielten die mehr als 40 Tagungsteilnehmer
in Velen zwei Tage lang ein dezidiertes Bild: Unter anderem wurde über Erfahrungen in den bisher zwölf beteiligten Kommunen berichtet, dazu gehören auch größere Städte wie Bocholt und Enschede; Schüler aus Winterswijk und Velen waren an einem Pilotprojekt beteiligt; sie und Schüler in weiteren Schulen erhalten bereits ein „gesundes Frühstück“ (schoolgruiten“) mit Obst und Gemüse; Messverfahren lieferten schnelle Ergebnisse; und Moers startete zum Beispiel
mit einem „walking bus“ – Kinder gehen in Begleitung Erwachsener morgens als Gruppe zur Schule.
Eine der Hauptforderungen von gkgk ist die Einführung einer dritten wöchentlichen Sportstunde; eine vierte und fünfte sei langfristig erstrebenswert. So bekräftigte Huub Schoenaker für gkgk in den Niederlanden, das Projekt sei auf die „Kinder maßgeschneidert“. Bis 2020 wolle Holland zu Ländern mit den gesündesten Kinder zählen – auch im Hinblick auf die 2020 angestrebten Olympischen Spiele im Nachbarland.
Grenzüberschreitende Kooperationen zwischen
dem Netzwerk der Europäischen Akademien und Partnern
Drei dem Netzwerk der Europäischen Akademien des Sports (NEAS) angehörende Akademien werden überdies grenzüberschreitende Kooperationen mit benachbarten ausländischen Partnerorganisationen aufnehmen, wurde in Velen außerdem beschlossen. Mit Polen wurde bereits mit der federführenden eads Velen ein workshop für Anfang 2011 vereinbart; Trier wird mit Luxemburg zusammenarbeiten, und
Niedersachsen will sein Hauptaugenmerk auf Nordholland richten. Ebenso ist eine
Kooperation zwischen Velen und Prag geplant.
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Velens Bürgermeister: Nachhaltigkeit schaffen!
Während eines Empfangs im Sportschloss erklärte Velens Bürgermeister Dr. Christian Schulze Pellengahr, dass der Anschub des Projektes in
Velen auf jeden Fall gelungen sei, „gkgk kommt be uns gut an. Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden. Und es
taucht die Frage auf: Können wir das nicht auf Dauer weitermachen.“ Nachhaltigkeit müsse geschaffen werden: „gkgk muss in der Schule ein fester Bestandteil werden.“
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Begrüßung beim Netzwerkforum (von links): Reinhardt te Uhle (eads Velen), Velens Bürgermeister Dr. Christian Schulze Pellengahr, Professor Dr. Roland Naul und René Fiehler (ESAB Brandenburg). Foto: and
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Unterstützt durch / Mede mogelijk gemaakt door:
Das Projekt Gesunde Kinder in gesunden Kommunen wird im Rahmen des INTERREG IV
A-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und vom Land Nordrhein-Westfalen, von der
Provincie Gelderland und der Provincie Noord-Brabant kofinanziert. Es wird
begleitet durch das Programm-Management bei der Euregio Rhein-Waal.
© andresen-presseservice, Horst Andresen
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© NETZWERK der Europäischen Akademien des Sports (NEAS) 2011
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