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24. September 2009
Europäische Akademie des Sports Velen dankt
Kreisdirektor Werner Haßenkamp
für sein großes persönliches Engagement
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Borken/Kreis Borken. Kreisdirektor Werner Haßenkamp (56) verlässt nach 25 Jahren die Kreisverwaltung und wird Präsident der nordrhein-westfälischen Gemeindeprüfungsanstalt mit Sitz in Herne (Kreis Recklinghausen).
Damit endete auch die Mitarbeit im Präsidium der Europäischen Akademie des Sports (eads) Velen, in der Werner Haßenkamp als Vertreter des Kreises in den vergangenen sechs Jahren wesentliche
Akzente gesetzt hat. Vizepräsident Ludger Triphaus und Akademieleiter Reinhardt te Uhle bedankten sich mit
einem Präsent bei Werner Haßenkamp für das große persönliche Engagement und den Einsatz des Kreises Borken in der eads.
„Der Vorstand der eads wünscht Werner Haßenkamp auf seinem weiteren beruflichen Weg viel Erfolg und Durchsetzungsvermögen“, sagte Ludger Triphaus in Borken als Vertreter des Präsidiums.
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Werner Haßenkamp mit Frau Ursula beim Festakt des Kreises Borken, hinter ihm rechts (mi
Krawatte) der ehemalige Oberkreisdirektor und „Haßenkamp-Entdecker“ Raimund Pingel, links der Vorgänger als Kreisdirektor, Dr. Rudolf Voßkühler
Foto: andresen-presseservice
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24. September 2009
Landrat Gerd Wiesmann zum Abschied Haßenkamps:
„25 Jahre auf vielen Feldern innovativ und mit
großem Erfolg für die Region tätig gewesen“
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Borken/Kreis Borken. Nach 25-jähriger erfolgreicher Tätigkeit für den Kreis Borken wird Kreisdirektor Werner Haßenkamp (56) neuer Präsident der nordrhein-westfälischen Gemeindeprüfungsanstalt in Herne. Diese Institution berät die Kommunen in Fragen effektiver Haushaltsführung und überwacht zudem deren Finanzgebaren. Landrat Gerd Wiesmann dankte dem scheidenden
Spitzenbeamten seines Hauses herzlich für dessen ausgezeichnete Arbeit in den unterschiedlichsten Aufgabenfeldern: „Sie hatten dabei stets das Wohl der Bürgerinnen und Bürger im Blick!“, berichtete die Pressestelle des Kreises zum Abschied des langjährigen führenden Mitarbeiters. Die neue Aufgabe hat Werner Haßenkamp am 1. Oktober angetreten. Zuvor hatte der Kreis im Rahmen eines Festaktes
im Kreishaus Werner Haßenkamp im neuen Job alles Gute gewünscht.
Werner Haßenkamp brachte laut Mitteilung der Kreispressesprechers Karlheinz Gördes vor allem das Kunststück fertig, als Kreiskämmerer für eine sparsame Haushaltswirtschaft zu sorgen und gleichzeitig als
verantwortlicher Dezernent im Jugend-, Schul-, Kultur-, Gesundheits- und
Sozialbereich ganz besondere Akzente zu setzen. Dieser Spagat gelang ihm auch
deshalb, weil er die Verantwortlichen im Kreistag sowie in Institutionen und
Organisationen für vielfältige innovative, nicht selten auch unkonventionelle Ideen und Projekte
begeistern konnte. Infolgedessen und aufgrund seiner großen Fachkompetenz auf vielen Gebieten ist er seit langem schon deutschlandweit
ein oft nachgefragter Referent bei Tagungen und Kongressen.
Ex-Oberkreisdirektor Raimund Pingel erkannte das große Talent
Dass Haßenkamp einmal derart kreative Führungsarbeit an der Nahtstelle von Politik und Verwaltung leisten würde, war zu Beginn seiner beruflichen Tätigkeit beim Kreis Borken zunächst noch nicht zwingend vorhersehbar: 1984 trat er als junger Jurist eine
Stelle im Rechtsamt der Kreisverwaltung an und hatte sich zunächst mit Verwaltungsstreitverfahren und Rechtsgutachten zu befassen. Schon 1986 übernahm er die Leitung dieses Amtes und wurde gleichzeitig persönlicher Referent des damaligen Oberkreisdirektors Raimund Pingel. Dieser hatte
schnell das große Talent von Werner Haßenkamp erkannt und berief ihn daher 1991 zum Leiter des seinerzeitigen „Dezernates Finanzen, Personal, Recht". Gleichzeitig wurde er zum Kreiskämmerer berufen, eine Schlüsselfunktion, die er bis jetzt inne hatte.
Unter Haßenkamps Federführung wurde bereits 1994 die Budgetierung für den gesamten Kreishaushalt eingeführt. Der Kreis Borken war damit landesweit Vorreiter, und die hier gemachten
Erfahrungen flossen sogar in die nachgehenden Rechtsvorschriften des Landes
ein. Ziel dieses Vorhabens war es, zu einer Steuerung der Verwaltung auf der
Grundlage von Produkten und Dienstleistungen zu kommen – eine beim Kreis noch nicht abgeschlossene Entwicklung, die schon 2006 in die frühzeitige Einführung der kaufmännischen Buchführung (Stichwort: Neues Kommunales Finanzmanagement, NKF) mündete. Dass derjenige, der solche richtungweisenden Innovationen aktiv
mitgestaltet, dabei durchaus auch Anlaufschwierigkeiten zu bewältigen hat, musste der Kreiskämmerer gerade noch in jüngster Zeit erleben.
1992 wurde Werner Haßenkamp auch Dezernent für den Sozialbereich der Kreisverwaltung, für den alljährlich viele Millionen Euro aufgewendet werden müssen. Dort ging es ihm sofort vor allem darum, langzeitarbeitslose
Sozialhilfeempfänger wieder in den Arbeitsmarkt zu vermitteln. Dazu installierte er binnen
kurzer Zeit ein vielseitiges Netz von Initiativen und Maßnahmen.
Dies kam dem Kreis im Jahr 2005 zunutze, als er als eine von bundesweit 69
Optionskommunen die Betreuung und Vermittlung der Langzeitarbeitslosen in
eigener Regie, also ohne Beteiligung der Agenturen für Arbeit, übernahm. Es verwundert folglich nicht, dass diese Aufgabe seither vom eigens mit
den kreisangehörigen Kommune installierten „Service-Punkt ARBEIT im Kreis Borken“ überaus erfolgreich durchgeführt wird.
Kreis erhielt 2006 Innovationspreis der NRW.Bank
Mit dem maßgeblich von ihm mit initiierten Ideenwettbewerb „Leben im Alter neu denken – Kreis Borken bewegt“ verfolgte Werner Haßenkamp das Ziel, älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern möglichst lange ein eigenständiges Leben zu ermöglichen: In den Jahren von 2004 bis 2008 wurden dazu gemeinsam mit der
Kreispolitik, sozialen Institutionen, Verbänden und Vereinen gänzlich neue Maßnahmen insbesondere zur Stärkung der ambulanten Hilfestrukturen modellhaft entwickelt und anschließend „in die Fläche" übertragen. Für dieses beispielgebende Projekt erhielt der Kreis 2006 sogar den
Innovationspreis der NRW.Bank.
Nach der Restrukturierung der Kreisverwaltung im Jahre 1998 wurde Werner Haßenkamp auch die Zuständigkeit für die Bereiche Gesundheit sowie Jugend und Familie übertragen. Dort setzte er vor allem auf Präventionsarbeit – trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen. Seither wird im
Jugendhilfebereich beispielsweise frühzeitig dezentral über Nebenstellen im ganzen Kreisgebiet bei sich anbahnenden Krisensituationen
geholfen, so dass häufig kostenintensive und auch menschlich stets belastende Heimunterbringungen
von Kindern und Jugendlichen vermieden werden können.
Um die Lebenssituation der Familien im Westmünsterland nachhaltig zu verbessern, ist zudem seit 2007 das „Bündnis für Familie Kreis Borken" mit zwischenzeitlich bereits zahlreichen Initiativen und
Projekten aktiv.
Seit 2004 Kreisdirektor – viele Projekte entwickelt
Im Februar 2004 trat Werner Haßenkamp als Kreisdirektor die Nachfolge von Dr. Rudolf Voßkühler an. Dabei übernahm er auch die Zuständigkeit für den Bildungs- und Kulturbereich. Hier galt sein besonderes Augenmerk
insbesondere der Weiterentwicklung des Kreises zur „Lernenden Region", nicht zuletzt auf der Grundlage einer 2005 vom Kreistag
beschlossenen und inzwischen weitgehend abgeschlossenen empirischen Studie zur „Bildungslandschaft Kreis Borken“.
Beim Kreis Borken zeichnete Haßenkamp auch für wichtige übergreifende Aufgaben verantwortlich, so zum Beispiel für das Projekt zur Gestaltung des demografischen Wandels in der Region. Zudem war
er ab 2005 Vorsitzender der „Münsterland Touristik“. Dieser Verband schloss sich Anfang 2009 mit der „Aktion Münsterland“ zur neuen Regionalmarketinginitiative „Münsterland e.V.“ zusammen – die erfolgreichen Fusionsverhandlungen hatte maßgeblich der scheidende Kreisdirektor mit vorangetrieben. Werner Haßenkamp ist überdies Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der westfälischen Kreiskämmerer und Aufsichtsratsvorsitzender der WohnBau Westmünsterland eG.
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