|
|
|||||||||
![]() |
|
||||||||
|
|
|||||||||
|
|
|||||||||
|
|
|||||||||
![]() |
|
||||||||
|
24./25. Juni 2009:
Zehn Jahre Netzwerk der Europäischen Akademien des Sports: „Das Netzwerk ist
ein wichtiger europäischer Meinungsbildner“
|
![]() |
||||||||
![]() |
|||||||||
|
|
|
||||||||
![]() |
|||||||||
|
Brandenburgs Sportminister Holger Rupprecht:
„Kollegiale Kooperation“
Ehrungen verdienter Europäer für europäisches Gedankengut
Potsdam. „In den zehn Jahren des Bestehens hat sich das Netzwerk zu einem wichtigen
Meinungsbildner entwickelt“, sagte Laudator Professor Dr. Roland Naul, Direktor des
Willibald-Gebhardt-Instituts Essen, anlässlich einer Festveranstaltung: Das Netzwerk der Europäischen Akademien des Sports (NEAS) feierte in Potsdam mit einem Festakt das
zehnjährige Bestehen. Brandenburgs Minister für Bildung, Jugend und Sport, Holger Rupprecht, hob die „kollegiale Kooperation“ von NEAS hervor. „Auch unsere polnischen Freunde sind seit Jahren mit uns verbunden.“
Zum Netzwerk gehören acht deutsche Akademien und Bildungseinrichtungen: Sportakademie des
Landessportbundes Thüringen, Erfurt; Badischer Sportbund Freiburg; Akademie des Sports im
Landessportbund Niedersachsen, Hannover; Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Köln; Bildungswerk des Landessportverbandes Schleswig-Holstein, Malente; Europäische Sportakademie Land Brandenburg gemeinnützige GmbH, Potsdam; Europäische Akademie des rheinland-pfälzischen Sports, Trier; Europäische Akademie des Sports, Velen. Der Vorsitz wechselt alle zwei Jahre. Bis Ende
2009 führt Brandenburg den NEAS-Vorsitz, danach wechselt er für zwei Jahre nach Velen.
Professor Dr. Roland Naul zufolge werden gemeinsame Maßnahmen von NEAS mit Leben gefüllt, vor allem lokal, regional und grenzüberschreitend. Das Netzwerk habe das erfülllt, was sich seine Gründerväter 1999 in Trier gewünscht hätten, „ein Meinungsbildner für die Zukunft des Sports in Europa zu werden, als vernetzter Gegenpol zu den Brüsseler Beamten“, wie es Dr. Johannes Eulering, Velen, damals formuliert hätten.
Schulterschluss
Es sei zwischenzeitlich „keine Selbstverständlichkeit gewesen, Partner zu finden“, sagte Naul, der in Essen das Forschungsinstitut für Sport und Gesellschaft leitet. „Es gab einen Schulterschluss zwischen Unis und Fachhochschulen.“ Wichtige Programmpunkte seien erfolgreich entwickelt und auf den Weg gebracht
worden, wie interkulturelle Begegnungen, grenzüberschreitende Qualifizierungen und Lizenzen, Europawochen oder Netzwerkforen,
sagte Naul. Und es hätten sich neue Freundschaften zwischen den Parntern aus vielen Nationen Europas
ergeben, im deutsch-niederländischen, deutsch-polnischen oder deutsch-belgischen Grenzraum.
Das Netzwerk habe in der europäischen Sportpolitik eine Menge bewirkt. „Glückwunsch zu Partnerschaften und zum Ausbau“, so Naul. Sein Wunsch für die nächsten zehn Jahre sei, dass der Sport in der europäischen Verfassung noch stärker eingebunden werden könne. Solch eine Entwicklung würde sich über das Netzwerk der Akademien bis auf regionaler und lokaler Ebene auswirken.
Von internationaler Qualität mit sechs Gastrednern aus vier Nationen waren die Grußworte im Potsdamer Kongresshotel am Luftschiffhafen:
Staatssekretär Dr. Gerd Harms, Bevollmächtigter des Landes Brandenburg für Europaangelegenheiten beim Bund, unterstrich, dass das Netzwerk „eine wichtige Rolle in Europas Sport“ in diesen zehn Jahren gespielt habe. „Es gibt eine lebendige Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg in Sport und Kultur.“ Der Zusammenschluss eine ein „große Idee gewesen, aber beileibe kein Selbstläufer.
„Brandenburg als Standort der Europäischen Sportakademie sei von jeher ein „Land des Sports“ gewesen, mit der Wiedervereinigung Deutschlands über Nacht ein Teil der Europäischen Union geworden, im Gegensatz zu osteuropäischen Staaten, die lange um den Beitritt hätten kämpfen müssen. Gleichwohl habe sich das Bundesland auch als Mittler der Interessen
zwischen Deutschland und Mittelosteuropa verstanden.Es sei in diesem
Zusammenhang falsch, immer auf das Beamtentum in Brüssel zu schimpfen, wie es oft geschehe. Harms: „Die Stadt Köln hat mehr Beamte als Brüssel. Entscheidend ist doch, wer festlegt, wie der Krümmungsgrad der Gurke auszusehen hat. Und das geschieht nicht in Brüssel.“
244 Regionen seien in Europa im Ausschuss der Regionen vertreten. Das Netzwerk
sei weiter entwicklungsfähig. „Unser Unterstützung im Sinne Europas ist sicher“, sagte der brandenburgische Staatssekretär vor zahlreichen Festgästen.
Folker Hellmund, Leiter des EU-Büros in Brüssel als Vertreter des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Europäischen Olympischen Komitees (EOC), unterstrich, dass nach vielen Jahrzehnten
Europa bei den Bürgern „noch nicht so richtig angekommen“ sei. Das hätte die geringe Wahlbeteiligung der Europawahl gezeigt. Dem Netzwerk sei
hingegen habe „Anerkennung und volle Unterstützung verdient. Glückwunsch für zahllose Aktivitäten“ und das Bemühen um den Sport in Europa vor dem Hintergrund, dass es immer noch einen großen Mangel an Wissen um den Sport in Europa gebe. Die gesellschaftliche Stellung
des Sports sei anzuerkennen. Doch es fehle nach wie vor an vielem. So gebe es
in den Ländern nach wie vor Unterschiede, wie mit Wettspielgeldern umzugehen sei. In
Deutschland flössen hier 500 Millionen Euro jährlich in den Sport. Autonomie und Arbeitnehmerfreizügigkeit seien weitere Stichpunkte.
Hellmund kündigte als EU-Sportbüroleiter eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem Netzwerk an: „Vom Mainstream könnte das Netzwerk profitieren.“ Er verstehe sich durchaus als „eine Art Seelenverwandter. Wir sollten Europa als Chance sehen.“
Georg Bernarding, Vorsitzender des Gründungsmitglieds Europäische Sportakademie des Rheinland-Pfälzischen Sports in Trier, und vor zehn Jahren schon dabei, erinnerte an die Anfänge. „Es war gut, das Netzwerk zu gründen. So wurde jede Akademie für sich gestärkt.“ Es habe erfolgreich gearbeitet werden können, weil der Sport in der Gesellschaft mittlerweile große Anerkennung habe. „Davon waren wir schon damals überzeugt, und dies stärkte unsere Aktionen.“ Das Netzwerk arbeite mit seinen Akademien ganz nah an der Basis, mit Vereinen
zusammen. „Ich verstehe uns als Adapter zwischen der EU und der Sportverwaltung. „Es gibt noch viel zu tun. Wir gehen gestärkt ins nächste Jahrzehnt“, sagte Georg Bernarding, in Trier auch Bürgermeister.
Czeslaw Fiedorowicz, Präsident der Euroregion Spree-Neiße-Bober, lobte das Netzwerk für dessen gute Ideen. „Die kann man nur gemeinsam durchsetzen, nie als Einzelkämpfer. NEAS habe in den zehn Jahren Einsatz und Engagement bewiesen. Es gebe
Unterschiede in Europa: „Die muss man überwinden.“ Die Euregion werde sich voll darin einbinden und stünde dem Europagedanken sehr positiv gegenüber.
Theo Joosten aus den Niederlanden kennt seit langem aus gemeinsamen Projekten das Netzwerk
und die Partnerorganisationen; Joosten ist zudem Vorstandsmitglied der Euopäischen Akademie des Sports Velen: „Es sind viele Kontakte und Freundschaften entstanden. Darüber freuen wir uns und deshalb sind wir hier”, sagte Joosten, Institutsleiter der Paramedizin an der Hoogeschool Arnhem en
Nijmegen (HAN). So sei jüngst über das Netzwerk eine Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule Köln entstanden. Die HAN mit 30 000 Studenten und 3000 Mitarbeitern stünde dem sehr positiv gegenüber. Joosten: „So soll es weitergehen.”
Nils-Ola Nilsson, Vizedirektor der Sportföderation Skaneidrotten aus Malmö/Schweden, bekräftigte, dass die schwedisch-deutsche Zusammenarbeit immer intensiver würde; als Beispiel die Europa Master Games in 2008 und eine enge Zusammenarbeit
bei den Baltischen Jugendspiele im Herbst dieses Jahres.
Intensiviert werden solle laut Nilsson auch die Kooperation mit Universitäten. „Überhaupt bin ich überrascht, wie gut das Netzwerk aufgestellt ist. Wir wünschen alles Gute für die nächsten zehn Jahre, machen gerne mit und stehen dafür ein. Wir freuen uns auf gemeinsame Aktivitäten.“
Netzwerk ehrt verdiente Förderer des europäischen Gedankens
• Im Anschluss an die Festveranstaltung im Kongresshotel Potsdam ehrte das
Netzwerk erstmals vier verdiente Förderer der europäischen Sportbewegung, „einige von ihnen Männer der ersten Stunde“, wie EASB-Geschäftsführer Manfred Wothe formulierte.
Ehrenplakette und Anstecknadel erhielten: Dr. Hellmuth Trunschke, Begründer der Europäischen Sportakademie Cottbus, als Ideengeber und Träger des europäischen Gedankens; Ludger Triphaus, Inititator der Europäischen Akademie des Sports Velen und seit deren Gründung 1992 Vizepräsident; Czeslaw Fiedorowicz, Präsident der Euroregion Spree-Neiße-Bober und von jeher ein Verfechter des Europagedanken aus Sicht der polnischen
Nachbarn, sowie Georg Bernarding, Vorsitzender der Europäischen Sportakademie des rheinland-pfälzischen Sports in Trier.
Redaktion: © andresen-presseservice, Horst Andresen
|
![]() |
||||||||
|
|
|||||||||
|
© NETZWERK der Europäischen Akademien des Sports (NEAS) 2011
|
|
||||||||
|
|
|||||||||
|
|
|||||||||
|
|
|||||||||
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|

