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18. Februar 2009
Richard Winkels stirbt 88-jährig:
Europäische Akademie des Sports Velen verliert
Förderer der europäischen Sportentwicklung
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Velen. Die Europäische Akademie des Sports (eads) Velen beklagt den Tod von Richard Winkels. Der
langjährige eads-Präsident verstarb am Dienstag (17. Februar 2009) nach langer Krankheit in seiner
Heimatstadt Warendorf im Alter von 88 Jahren. Richard Winkels war nach der Gründung der Akademie deren erster Präsident vom 17. Juli 1992 bis 16. November 1995. Anschließend wirkte er weitere 13 Jahre, bis 2008, als ideenreicher Vizepräsident und Türöffner in vielfältiger Hinsicht.
Richard Winkels konnte auf eine lange, erfolgreiche Laufbahn in Sport und
Politik zurückblicken. Der Warendorfer war für die SPD stellvertretender Landtagspräsident, von 1987 bis 2005 18 Jahre lang Präsident des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen und Gründungspräsident der Europäischen Akademie des Sports. „Wir haben es Richard Winkels, einem großen Sportler und Funktionär dieses Landes, überhaupt zu verdanken, dass die Akademie damals gegründet wurde“, sagte am Mittwoch Vizepräsident Ludger Triphaus.
Winkels stand der eads vom 17. Juli 1992 bis 16. November 1995 als Präsident bevor, weitere 13 Jahre, bis 2008, war der Verstorbene weiterhin als
Vizepräsident Ideengeber und Türöffner in vielfältiger Hinsicht. So war es dem damaligen LSB-Chef zu verdanken, dass die
Sportakademie und der Landessportbund 1998 einen Kooperationsvertrag schlossen:
„Dank Richard Winkels wurde damals die Grundlage für die Konsolidierung der eads in organisatorischer und finanzieller Hinsicht geschaffen“, erläuterte Triphaus in einer Presseerklärung der Akademie.
Winkels verlieh der eads eine Stimme im europäischen Sport
Laut eads habe Winkels als Präsident und Vizepräsident unter anderem die Richtung der Akademie vorgegeben:
• Richard Winkels hat wesentlich dazu beigetragen, das die eads nicht nur eine
regionale Einrichtung blieb, sondern auch wesentlich eine Stimme des europäischen Sports wurde und damit am Zusammenwachsen Europas mitwirkte.
• Richard Winkels hat maßgeblich an der Bildung der „Euregion des Sports“ mitgewirkt, an der Repräsentanten des französischen, belgischen, englischen und niederländischen Sports beteiligt waren und europäische Kooperationsvereinbarungen auf allen Ebenen des Sports trafen.
• Richard Winkels hat mitgeholfen, die Konsolidierung der eads als Sprecher des
Europäischen Sports in Nordrhein Westfalen voranzubringen.
„Zusammenarbeit hatte stets
eine bemerkenswert menschliche Dimension“
Ludger Triphaus, ebenfalls seit 1992 an der Seite von Winkels im Vorstand der
eads, unterstrich am Mittwoch in einem Nachruf der Europäischen Akademie des Sports: „Wir haben in Richard Winkels einen großen Förderer der europäischen Sportentwicklung verloren. Die Zusammenarbeit mit Richard Winkels hatte
nicht nur eine sportpolitische, sondern stets auch eine bemerkenswert
menschliche Dimension.“
Für Winkels war Sport die Hauptsache. „Sport ist der soziale Kitt der Gesellschaft“, sagte er, „Treffpunkt aller Generationen und Bevölkerungsschichten und damit Lehrstätte für solidarisches Handeln.“ Walter Schneeloch, der Winkels 2005 im Amt des LSB- und eads-Präsidenten abgelöst hatte, würdigte die Lebensleistung seines Vorgängers: „Richard Winkels war 18 Jahre lang Präsident des LSB und hat sich unendliche Verdienste um den Sport in NRW, als
Vorstandsmitglied in der eads Velen und darüber hinaus erworben.“
SPD trauert um verdiente Persönlichkeit
Der nordrhein-westfälische Sport, die SPD-Landtagsfraktion sowie die Sozialdemokraten in Winkels‘ Heimatstadt Warendorf trauern um eine verdiente Persönlichkeit. „Richard Winkels stand wie kein anderer für den Sport in Nordrhein-Westfalen. Er kannte alle und ihn kannten alle, die in
unserem Land im Sport und seinen Verbänden aktiv waren. Richard Winkels hatte immer ein offenes Ohr für die Belange der Sportvereine und hat viele Türen geöffnet, um ihnen Fördermöglichkeiten zu eröffnen“, sagte die Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Hannelore Kraft.
19 Jahre Journalist in Warendorf – dann die Seiten gewechselt
Ursprünglich wollte Richard Winkels, berichteten die Westfälischen Nachrichten/Zeno-Zeitungen, Münster, am Mittwoch, Kieferchirurg werden, hatte auch schon mit dem Studium
begonnen. Doch der Krieg, der ihn als Marineoffizier auf die hohe See
verschlug, machte einen Strich durch diese Pläne. Nach dem Krieg fand er keinen Studienplatz mehr, so fing er als
Lokalredakteur in Warendorf an und entdeckte sein „Engagement für öffentliche Anliegen“.
Dabei hat er sich nicht auf die Rolle des journalistischen Beobachters beschränkt, sondern wurde selbst politisch aktiv. 1950 trat er der SPD bei, von 1955
bis 1975 war er ihr Kreisvorsitzender in Warendorf. Nach 19 Jahren gab er den
Journalismus auf und wechselte gewissermaßen die Seiten: von 1968 bis 1985 leitete er das Amt für Sport und Verkehr, Presse und Öffentlichkeitsarbeit in Warendorf. Zeitgleich machte er sich einen Namen in der
Landes-SPD. Daran schloss sich eine große Karriere in Politik und Sport an.
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